Wir, die Abiturientia von 2016

Wir sind Abi! Also, wir sind Abiturienten aber das Abitur kann, wie wir in den letzten zwei Jahren zu spüren bekommen haben, schon sehr vereinnahmend sein. Neben Hausaufgaben, Klausuren, Kursfahrten, Kuchenverkauf, Kaffeetrinken und zahlreichen anderen Aktionen blieb nur wenig Zeit. Daher hatte die Frage: Wer sind WIR eigentlich, wir die Abiturienten, wenig Raum zum Beantworten.

Nun, da wir das Abitur in der Tasche haben, steht uns umso mehr Zeit zu Verfügung, versuchen wir es also mal so: Wir sind in aller erster Linie keine homogene Gruppe von Abiturienten, wir sind ein bunter Haufen von Brüdern, Schwestern, Freundeskreisen, Sportlern, Musikern, Rauchern, Tänzern, Sängern, Fahrradfahrern, Smartphone Besitzern, Lesern, Vegetariern, Serienjunkies, Kaffeetrinkern, Internetnutzern, Prokrastinateuren und so weiter und so fort.

Vor allem jedoch sind/waren wir Schüler. Und da das jetzt ein Ende hat, ist jeder einzelne vor die Frage gestellt: Wer bin ich eigentlich, was will ich sein? Was will ich in Zukunft machen? Denn das „Wir“, die Gruppe der Schüler des Städtischen Gymnasium Gütersloh, löst sich auf und mit ihr schwindet eine Menge Sicherheit, Vertrautheit und die gewisse Gruppenzugehörigkeit.

Was uns aber bleibt ist der Rückblick auf das, was wir bisher so alles erlebt und getan haben, das jeden einzelnen geprägt hat. Zu Beginn der Q1, stürzten wir uns in den Wahnsinn Oberstufe mit mehr oder weniger Elan, bildeten Kursgemeinschaften, gaben eine Menge Freizeit auf, schrieben die ersten Klausuren und erreichten endlich das Prädikat „fast erwachsen“ der Schülerschaft.

Nachdem wir uns als Leiderprobte durch die Facharbeit bewiesen hatten, ging es auf Kursfahrt nach Rom, Prag, London, an den Gardasee oder in die Toskana. Ob euphorisch oder nicht, absolvierten wir (Museums-)Führungen und Rundfahrten und erkundeten so das nähere europäische Ausland. Danach sanken wir entweder müde ins Bett oder genossen ein ausschweifendes Nachtleben. Diese Teilung der Gruppe hatte eine frisch-fröhliche und eine leicht geplättete Fraktion beim Frühstück zur Folge.

2016 Abi-Auffuehrung NichtsZurück in Gütersloh überstanden wir tapfer die nächste Klausurphase und der Theaterkurs führte „Nichts – Was im Leben wichtig ist“ auf. Dabei brillierten einige von uns mit wahrer Schauspielkunst und unsere Stufe als solche zeigte sich wie so oft als höchst bühnenaffin. Sei es als Bühnentechniker, Bühnenbildner, Redner, Tänzer, Musiker, DJ, „on stage“ war immer viel los bei uns (dazu später mehr). Nach einigen eher zähen Wochen wurden wir dann mit den drohenden Worten „Erholt euch bloß gut!“ in die Ferien entlassen.


Nach den Sommerferien wurde es dann erst so richtig ernst und die „heiße Phase“ begann.

2016 Abi-Musical ManderleyEingeläutet wurde unser letztes Schuljahr durch die allseits gespannt erwartete Aufführung des Musicals „Rebecca“, welches mit fantastischem Gesang, fetzigen Tänzen und einer dramatischen Story für Gänsehaut sorgte. Seinen ganz eigenen Höhepunkt hatte der Oberstufen-Kuchenback-Marathon beim Grundschulnachmittag im Herbst und zeigte die Schule auch kulinarisch von der besten Seite. An dieser Stelle daher danke an alle Bäcker/innen (und Mütter).


2016 Abi-WeihnachtstombolaNebenbei plante eine äußerst engagierte Gruppe von Freiwilligen den Höhepunkt der Sammelaktionen zur finanziellen Sicherung unseres Abiturs und anschließender Festivitäten: die Weihnachtstombola. Man klapperte die gesamte Innenstadt nach Gewinnen ab, backte Plätzchen und warb zahlreiche Helfer, sodass die Tombola auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt ein voller Erfolg wurde. Nach den Weihnachtsferien wurde uns früher oder später bewusst wie schnell das Abitur auf uns zukommt, doch trotz dem Vorabitur gelang es uns, bühnentechnisch etwas Großes auf die Beine zu stellen.


Unsere Qualifikation für das Finale des 1LIVE Schulduell verwandelte die Aula in einen Club und es entstand das Video einer DJ-Performance, die nicht nur Lehrer und Schüler begeistern, sondern auch die Juroren des Schulduells von uns überzeugen konnte.

In den allerletzten, stressigen Wochen Schulen schwelgte der ein oder andere dann doch in Erinnerungen an Spiekeroog, Plattenball, Zettelpost oder Lehrerstreiche, freute sich aber vor allem auf DAS Event: die Mottowoche.

Als Helden unserer Kindheit, Zeitgereiste oder Figuren aus der Supermario Welt stellten wir die Schule auf den Kopf, wobei besonders die gute Stimmung in den Pausen sowie der Abistreich in Erinnerung bleiben werden.

2016 Abi-Mottowoche EinsLive-DuellBeim Finale des Schulduells reichte es leider nicht für den Sieg (trotzdem ein großes Dankschön an Herrn Lange, sehr mutig!).


Unsere (Leid)Erfahrungen in der Lernphase während der Osterferien fanden dann unter anderem in Grundsatzdiskussionen über das Schulsystem, das Bildungsministerium und das Leben im allgemeinen Sinne seinen Ausdruck, das Abitur war immerhin das Allerletzte was es zu meistern galt.

Jetzt da wir es geschafft haben, sind aus Schülern Abiturienten geworden und aus Abiturienten werden dann Reisende, (duale) Studenten, FSJler, Auszubildende und später dann …?

Gewiss ist das einige von uns sich national oder sogar international verstreuen werden und einige der Stadt Gütersloh erhalten bleiben. Jeder von uns wird in seiner eigenen Lebenswelt leben, Karriere machen, Familie gründen und trotzdem wäre es schön wen wir, die Abiturientia 2016, in den folgenden Jahren das ein oder andere Mal wieder zusammen fänden.

Es wünschen euch alles Gute,

Greta Schenke & das Redaktionsteam


Traditioneller Dreikampf mehr oder weniger erfolgreich

Fußball, Volleyball und zum ersten Mal auch Handball – der etwas andere, aber traditionelle Dreikampf der beiden Gütersloher Gymnasien ist ausgetragen worden.

2016 Abi-Handball-Mannschaft SGAm Freitag, den 20. Mai wurden in der neuen Sporthalle des SGGs mit Handball und Volleyball gleich zwei Spiele gegen das Evangelisch Stiftische Gymnasium ausgetragen. Doch zunächst ein kleiner Rückblick: Schon am 10. Mai standen Schüler für den diesjährigen Abiturjahrgang auf dem Feld. Gegner waren diesmal die Lehrer, unter ihnen Frau Kochjohann, Frau Sagemüller, Herr Hullermann und Herr Bergunde. Die sehr spannende Partie konnten die Schüler knapp mit 3:2 Sätzen für sich entscheiden.


2016 Abi-Handball-Mannschaft mit CheerleadernWenige Tage später standen auch die Handballer gegen die Lehrer auf dem Feld. Diese machten es nicht so spannend. Der Schülersieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, die Schüler konnten zwischenzeitlich sogar eine Führung von 15 Toren herausspielen.


Durch diese Siege gingen beiden Mannschaften gestärkt in ihre jeweiligen Partien gegen das Stiftische. Zunächst spielten die Volleyballer. Zwar war es zu Beginn ein recht ausgewogenes Spiel, jedoch gingen die ersten beiden Sätze an das ESG.

2016 Abi-Lehrer-SuS-VolleyballDer dritte Satz wurde dann zum wahren Krimi, den letztendlich die Städter für sich entscheiden konnten. Trotz Kampfgeist und großer Anstrengung schaffte die Mannschaft des SGGs es nicht, den Matchball der Stifter im vierten Satz abzuwehren, die somit 1:3 gewannen. Nun war es an den Handballern Ruhm und Ehre der Schule zu verteidigen. Zwar gehörte das erste Tor des Spiels den Stiftern, jedoch gingen die Städter mit zwei schnellen Gegenstößen in Führung und gaben diese – mit einer Ausnahme beim Ausgleich zum 14:14 des ESGs in der 24. Minute- nicht mehr aus der Hand. Torwart Tom Krull sorgte dafür, dass das ESG weitestgehend auf Abstand blieb und Nils Osterkamp trug mit ganzen 14 Toren deutlich zum Sieg bei. Der Endstand lautete nach Ablauf der 60 Spielminuten 39:36 für das Städtische Gymnasium.

Wer die bessere Schule im Jahr 2016, zumindest in sportlicher Hinsicht, ist, musste nun das Fußballspiel entscheiden. Vor 2000 Zuschauern fand die 27. Auflage des legendären Prestigeduells am 25. Mai im Heidewaldstadion statt.

2016 Abi-Fussball 8Angeführt von Kapitän Nubian Smith wurden die Spieler in Begleitung der Cheerleader des SGGs auf das Feld geführt. Langsam kam das Spiel in Fahrt, die erste richtige Torchance der Partie gab es in der 7. Minute, als Noel Gabriel eine Flanke der Stifter abwehren musste. Die Abwehrarbeit der Stifter machte es dem Städtischen schwer sich durchzusetzen, so gab es erst nach 25 Minuten den ersten Schuss auf das Tor der Gegner. Bis zur 33. Minute war es zwar ein recht ausgewogenes, aber garantiert kein langweiliges Spiel. Dennoch gelang es den Stiftern sich durchzusetzen und eine Flanke im Tor der Städter zu platzieren. In der Halbzeitpause gehörte das Feld dann unseren Peaches, den Cheerleadern.


2016 Abi-Fussball 7Unterstützung fanden diese in Tim Wittig, „Mario“, und Tom Krull „Luigi“, die durch ihre tänzerischen Fähigkeiten beeindruckten. Nicht nur das diesjährige Abimotto fand seinen Platz in der Choreografie. Mit einem Zeitsprung in die 1920er bekam auch das Musical „Rebecca“ des diesjährigen Abiturjahrgangs eine Hommage. Mit spektakulären Hebefiguren, ein wenig Rock´n´Roll und viel guter Laune sorgten die Cheerleader zu Songs wie „Candyman“, „Can´t touch this“ oder „They don´t really care about us“ für eine Halbzeitshow, die sich sehen ließ.


2016 Abi-Fussball 4Die zweite Halbzeit begann direkt mit zwei Torchancen des Städtischen. Zu weiteren gefährlichen Situationen auf beiden Seiten kam es vor allem in Standardsituationen. In der 73. Minute rutschte dem Keeper des SGGs der Ball durch die Hände und es stand 0:2 für die Stifter. Leider war das noch nicht das Ende des Spiels. Es sollten noch 2 weitere Tore für das ESG in der 90. und 95. Minute folgen, bevor das Endergebnis feststand. Trotz der Niederlage feierten die Zuschauer auf der Tribüne ihre Mannschaft gebührend.

Von Frauke Poggenpohl


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193 Abiturienten des SG meisterten ihren „level 12“

Abi 2016 Moderatoren193 Schüler des Städtischen Gymnasiums Gütersloh erhielten am Freitag in der Stadthalle ihre Abiturzeugnisse. Als erster Gratulant schaute Schulleiter Dr. Siegfried Bethlehem auf die nahen und fernen Pläne seiner scheidenden Schüler und wünschte ihnen Mut, Neues in Bewegung zu setzen, und Gelassenheit angesichts der zeitgeistigen Vorstellung der permanenten Selbstoptimierung. Bürgermeister Henning Schulz hob die Wichtigkeit der Persönlichkeitsbildung der Schule neben den guten fachlichen Kenntnissen hervor und forderte die jungen Erwachsenen auf, offen gegenüber unterschiedlichen Meinungen zu bleiben.


Die Frage nach dem Wert des Abiturs beleuchtete neben dem Schulleiter Stufensprecher Markus Akbaba. Er warb für den Wert des Abiturs nach 12 Jahren und zeigte sich zuversichtlich, dass  die Schüler „der besten Schule Güterslohs“ ihren Generalschlüssel für die Zukunft gut nutzen würden.Abi 2016 Englisch LKBestens aufgestellt dafür sind die neun Schülerinnen und Schüler, die von der Schule als Jahrgangsbeste mit Abiturnoten von 1,0 bis 1,3 ausgezeichnet wurden: Lena Strieker, Hanna Eickhoff, Magnus Jobski, Paula Tigges, Greta Schenke, Carolin Gratzla, Estella May Green, Sara Kettmann und Simon Bresch. Typisch für die Schüler mit hervorragenden Leistungen ist deren zusätzliches Engagement im musischen oder sozialen Bereich, was sich nicht zuletzt daran zeigte, dass Lena Strieker und Paula Tigges gleich zweimal geehrt wurden. Sie gehörten zu den Abiturientinnen, die sowohl in der Schule als auch in ihrer Freizeit Flüchtlingskinder aus der internationalen Klasse beim Deutschlernen und dem Kennenlernen Deutschlands geholfen haben. Stellvertrtend für die elfköpfige Gruppe nahmen dafür Pia Goldbecker und Hannah Kaspari den Sozial Award der Volksbank entgegen. Weitere Ehrungen für hervorragende fachliche Leistungen erhielten Kira Sophie Loos im Fach Mathematik und Jakob Podkrajac im Fach Philosophie.


Abi 2016 Kartentrick 3Die Schule selbst ehrte die langjährigen Bühnentechniker Martin Ottens und Jan Kiffmeyer für ihr Engagement bei unzähligen Bühnenaufführungen in der Aula und auf dem Schulhof. Martin Ottens kam auch gleich auf der Bühne zum Einsatz, als das Mikrofon des Schulleiters ausfiel. Als es umgehend wieder funktionierte, bemerkte Dr. Bethlehem, dass sich offensichtlich auch die von den Schülern immer wieder geforderten Investitionen in die Technik lohnten.Der Schulleiter war noch einmal gefordert, als er im Showprogramm Abiturient Niko Lanzke bei einem Kartentrick assistieren durfte. Damit setzten die Schüler der Aufforderung von Dr. Bethlehem direkt um, sich zwischenzeitlich den Unernst des Spielerischen zu gönnen. In seiner Abiturrede hatte der Schulleiter zuvor das Abiturmotto „Super Mabio- Level 12 completed“ betrachtet. Dr. Bethlehem griff dabei Erinnerungen an die Kindheit, die mit Spielfigur des Super Mario verbunden sind, auf, die 12 Level als Herausforderungen von 12 Schuljahren, das Sammeln von ideellen PowerSternen und die abschließende Befreiungsaktion der Prinzessin Peach. Sein Dank und der der Schüler galt den Eltern für die Unterstützung auf dem Weg zum Abitur, aber auch den Lehrern und dem Schulumfeld, die zusammen das erfreuliche Ergebnis von 193 bestandenen Prüfungen, davon 37 mit einem Einserschnitt, ermöglicht hätten.

Foto der geehrten Abiturienten mit Schulleiter Dr. Bethlehem (von links nach rechts)

Abi 2016 Geehrte 2

Schulleiter Dr. Siegfried Bethlehem, Martin Ottens, Simon Bresch, Jan Kiffmeyer, Kira Sophie Loos, Lena Strieker, Pia Goldbecker, Hannah Kaspari, Greta Schenke, Sara Kettmann, Estella May Green, Carolin Gratzla,, Magnus Jobski, Paula Tigges, Jakob Podkrajac, Hanna Eickhoff