„Abiloha – Reif für die Insel“ – 188 Abiturient*innen in die Zukunft entlassen

 

Mit einer feierlichen Zeremonie in der Stadthalle erhielten 188 Abiturient*innen des Städtischen Gymnasiums am Freitagabend, dem 29.06.2018, ihre Zeugnisse und die besten Wünsche für ihre Zukunft.

„Abitur kommt von dem lateinischen Wort abire, übersetzt heißt das weg- oder fortgehen. Die uns so geläufige Form Abi ist der Imperativ und heißt so viel wie Hau ab!“, erklärte Schülervertreterin Victoria Lakebrink zu Beginn ihrer Abschlussrede. Diesen besonderen „Rauswurf“ aus der Schule, den die Schüler*innen am Freitag mit der Entgegennahme ihrer Zeugnisse offiziell bestätigten und am Samstag mit dem Abiturball feierten, begleiteten an diesem Abend Bürgermeister Henning Schulz, Schulleiter Axel Rotthaus sowie Elternvertreter Dr. Alexander Pohlhausen mit Glückwünschen und Gratulationsworten.

Gemäß dem Abi-Motto „Abiloha – Reif für die Insel“ blickte Schulleiter Axel Rotthaus auf die teils stürmischen letzten acht Jahre am SG zurück, die die Schüler*innen auf dem SG-Großsegler verbracht haben, und mit dem sie nun „den Hafen Ihrer Trauminsel“ erreichen. Nach dem Rat, ihre neu gewonnene Zeit auch mal in der Hängematte zu genießen, schaute er optimistisch in die Zukunft: „Ich bin zuversichtlich, dass Sie, wenn Sie Ihre Hängematte verlassen und sich wieder aufmachen zu neuen Ufern, dies mit neuen Kräften, voller Optimismus und im Bewusstsein Ihrer Stärken tun werden. Ich bin überzeugt, dass Ihnen ein sinnerfülltes Leben gelingt. Ich hoffe, dass Sie frei sein werden von Not und Menschen mit an Bord haben, mit denen Sie Ihr Leben und Ihre Erfahrungen teilen können.“

Bürgermeister Henning Schulz gratulierte den Absolvent*innen ebenfalls ganz herzlich und gab den Schüler*innen den Wunsch mit auf den Weg, „immer wieder in den Fluss des Lebens zu finden“. Die Schülervertreterin Victoria Lakebrink richtete sich als Abschlussrednerin des Abends mit herzlichem Dank an die Lehrer*innen, das betreuende Oberstufenteam sowie die Eltern für den nun abgeschlossenen Lebensabschnitt.

 

Diese wertschätzenden Rückblicke und erwartungsfrohen Blicke in die Zukunft wurden musikalisch sehr eindrucksvoll von der Abiband um Xenia Twarz (Gesang) begleitet. Mit Songs wie „Sweet Dreams“ (Eurythmics) und „Another Brick in the Wall“ (Pink Floyd) begeisterten Leonard Kelle (Gitarre), Linda Budde (Gitarre, Gesang), Lasse Kreimendahl (Schlagzeug) und Victoria Lakebrink (Klavier) das Publikum und ihre Mitschüler*innen. Das Moderatorenteam, bestehend aus den Schüler*innen Thilo Dobschall, Emily Pohl und Noah Kahmen, führte außerordentlich souverän und angenehm durch das Showprogramm sowie die Zeugnisübergabe, die von Abschiedsworten und Zukunftswünschen der LK-Tutor*innen abgerundet wurden.

Abschließend wurden die Schülerinnen mit den Bestnoten 1,0-1,3 ausgezeichnet. Hier freuten sich Alexandra Lorenz und Olivia Bernhörster (1,0) sowie Laura Femmer, Annika Hunold, Sofia Lepkojis, Lena Wilke, Victoria Lakebrink, Luise Rawe und Jessica Langel über Lesestoff passend zu ihren Zukunftsplänen. Darüber hinaus gab es weitere Auszeichnungen in den Bereichen Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaft und Religion.

Auch in diesem Jahr konnte wieder an zwei Schülerinnen das Exzellenzlabel CertiLingua für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen verliehen werden. Ronja Kemper und Alexandra Lorenz hatten in selbstständig organisierten und durchgeführten Projektarbeiten diese Kompetenzen in besonderem Maße bewiesen. Victoria Lakebrink erhielt für ihr ausnehmend hohes Engagement den Sozial Award der Volksbank, weitere Schüler wurden für ihre sozialen Leistungen rund um die Abiturfeierlichkeiten und SV-Arbeit lobend erwähnt.

Miriam Grundmeier

 

Abi-Duell: Kantersieg für das Städtische Gymnasium

 

Monatelang liefen die Vorbereitungen für das Gütersloher Groß-Event auf Hochtouren

 

Die Choreographien beider Schulen waren
wieder einmal spektakulär und witzig.
| © Benedikt Schülter

Das gute Wetter lockte wieder einmal mehr als 1.000 Zuschauer in das Heidewaldstadion. Die Stimmung: bombastisch. So wie es sich für das Traditionsduell zwischen dem Städtischen Gymnasium (SG) und dem Evangelisch Stiftischen Gymnasium (ESG) gehört.

Transparente wurden ausgerollt, Fahnen geschwenkt. Schlachtgesänge füllten das weite Rund des Stadions. Dabei machten sich die Anhänger mit einer gehörigen Portion Ironie über das Team der jeweils anderen Schule lustig.

Monatelang liefen die Vorbereitungen für das Gütersloher Groß-Event auf Hochtouren. Cheerleader beider Lager hatten lange im Vorfeld für ihren Auftritt im Rahmenprogramm des Duells geprobt. Hand in Hand betraten diese mit den Hauptdarstellern des Nachmittags den Rasen. Dass es um mehr als nur um ein Fußballspiel ging, konnte man an den Gesichtern der Fußballspieler ablesen.


Das Abi-Duell in Gütersloh. | © Benedikt Schülter

Doch von Anfangsnervosität war auf dem Platz wenig zu spüren. Beide Mannschaften spielten, trotz drückend schwüler Temperaturen nach vorne. Und bereits in der 11. Minute klingelte es im Kasten des SG, als David Eusterhus den Ball in die linke untere Ecke des Gehäuses schob. Doch die Freude währte nicht lange. Arslan Berkay, mit einem spektakulären Freistoßtor aus gut 20 Metern, und Güven Kaplan wendeten das Blatt. Damit ging das SG-Team mit einer 2:1 Führung in die Pause.


Dieser ESG-Fan gab den Ton an. Doch am Ende
feierten die anderen. | © Benedikt Schülter

In der Halbzeit übernahmen dann wieder die Cheerleader das Kommando. 50 auf Seiten des Städtischen Gymnasium und 25 auf Seiten des Evangelisch Stiftischen Gymnasium. Mit sehenswerten, aufwendigen Choreographien spornten sie noch einmal die Fans und Spieler für die zweite Halbzeit an. Und die startete mit einem Paukenschlag. Direkt nach Wiederanpfiff: Elfmeter für das ESG. Und den verwandelte Tobias Fraedrich, sicher zum 2:2 Ausgleich. Doch es war der letzte Treffer für das die Mannschaft des ESG-Kapitäns. Berkay Arslan ebnete mit seinem Treffer in der 71. Minute den Sieg. Die Krönung kam dann zum Schluss, als Güven Kaplan sich gegen fünf Mann durchsetzte und zum 5:2 traf.


Kühlendes Eis für die Cheerleader

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