Am vergangenen Freitag wurde der Abiturjahrgang 2025 in der Stadthalle Gütersloh mit einer festlichen und stimmungsvollen Feier zur Zeugnisverleihung verabschiedet. Unter dem Motto „Abiversal – 12 Jahre im falschen Film“ blickten die Abiturient*innen mit einem Augenzwinkern auf ihre Schulzeit zurück – eine Reise voller Szenenwechsel und einzigartiger Drehbücher.
Charmant, witzig und äußerst souverän führten Ylvi Stenzel und Laura Fortkord durch das Programm des Abends. Ihre kurzweilige Moderation, in der auch immer wieder auf die Höhen und Tiefen des Schullebens Bezug genommen wurde, verband die einzelnen Programmpunkte auf erfrischende Weise und sorgte immer wieder für ein Lächeln im Publikum.
Nach der musikalischen Einstimmung durch Heiner Breitenströter am Klavier eröffnete Britta Jünemann, stellvertretende Schulleiterin, den offiziellen Teil der Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Rede über die Bedeutung der Demokratie. Sie erinnerte daran, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen, Mitgestaltung zu wagen und die eigene Stimme zu erheben – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen. „Euch stehen die Wege offen, aber ohne die Verteidigung der Demokratie, der freien Gesellschaft, ist beruflicher und privater Erfolg nur ein Pyrrhussieg. […] Diese Lebensform muss gelebt, verteidigt und gestaltet werden – jeden Tag von Neuem“, ermutigte Jünemann die Absolvent*innen zu Mut, Zivilcourage und dazu, zu erkennen, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Gleichzeitig wünschte sie ihnen, alle Herausforderungen des Lebens anzunehmen und immer an das Gute zu glauben.
Auch Ingrid Hollenhorst, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh, griff das diesjährige Motto in ihrer Ansprache auf. Sie gratulierte den Abiturient*innen zum „persönlichen Oscar“ und wünschte den jungen Menschen mit einem Augenzwinkern „den richtigen Film“ für ihren weiteren Lebensweg: „Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg nicht den perfekten, sondern ihren persönlichen und authentischen Film. Ein Film, in dem Sie die Fülle des Lebens erleben: Glück, Erfolg, Gemeinschaft und Verantwortung und Lachen und in dem Sie die Hauptrolle übernehmen.“
Musikalisch wurde die Feier auf hohem Niveau begleitet: Mia Dajic überzeugte eindrucksvoll am Klavier, Josephine Epkenhans begeisterte mit ihrer stimmgewaltigen Interpretation von „If I Ain’t Got You“, begleitet von Sören Graute am Klavier, das Publikum nachhaltig und der PopChor des SG sorgte mit den zwei kraftvollen Auftritten für echte Gänsehautmomente.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt des Abends war die Rede der Schülersprecherin Helbin Hussein. Sie blickte auf acht gemeinsame Schuljahre zurück und würdigte prägende Erlebnisse wie die Mottowoche und den Kampf der Lehrer*innen gegen das Spicken. Besonders betonte Helbin den Zusammenhalt, der sich in den letzten zwei Jahren trotz aller Unterschiede in den individuellen Charakteren ergeben und Kraft geschenkt habe. „Wir sind alle ein Mosaik, das wir mitnehmen und in die Welt hinaus tragen.“ Sie dankte abschließend den Eltern und Familien, den Lehrkräften und Freundinnen und Freunden für den Rückhalt, die Inspiration und die Geduld in all den Schuljahren.
Den feierlichen Rahmen bildete die Zeugnisvergabe in drei Blöcken durch die jeweiligen Fachlehrkräfte mit anschließenden Ehrungen besonderer Leistungen. Den perfekten Abschluss stellte die Ehrung der vier besten Abiturientinnen und Abiturienten dar, die unter großem Applaus gewürdigt wurden. Hier konnten sich Olivia Rachwitz und Patrick Schwarze (1,0) und Justin Ebel und Fabian Wagner (1,2) neben ihren herausragenden Leistungen über eine Urkunde der Stadt Gütersloh freuen.
Mit viel Applaus, einem gemeinsamen Abschluss aller Abiturient*innen auf der Bühne und spürbarer Aufbruchsstimmung ging der Abend zu Ende. Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten, dass sie ihren eigenen Weg gehen – mit einem guten Drehbuch, spannenden Wendungen und vor allem dem richtigen Soundtrack für ihren ganz persönlichen Film.
Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur 2025!
Von Miriam Grundmeier






