Viel Prominenz und Lobesworte beim Festakt

Geschichtsstunde mit Musik zum 125-jährigen Jubiläum

Bild mit dem Namen " Festakt Hom 002.jpg"Aus Anlass des 125-jährigen Schuljubiläums hatte das Städtische Gymnasium am 13. Oktober zu einem Festakt geladen und es kamen so viele Ehrengäste, dass allein deren Nennung die Redezeit von Bürgermeisterin Maria Unger verdoppelte. In ihrem Grußwort zeigte sich die Bürgermeisterin stolz auf das „Städtische" und die Weichenstellungen der Stadt. Sowohl in den sechziger und siebziger Jahren als auch vor fünf Jahren führte jede Diskussion um steigende Schülerzahlen und den Bau eines dritten Gymnasiums in Gütersloh zum Ausbau der bestehenden Schulen. Damit sei die Schule baulich gerüstet für den weiteren Ausbau des Ganztagsunterrichts, den die veränderte Gesellschaft erfordere. Längst sei die Schule eine zweite Säule der Erziehung neben dem Elternhaus und müsse nicht nur Ort des Lernens, sondern auch des Lebens sein. Dass dies am SG Bild mit dem Namen " Festakt Hom 003.jpg"gelungen ist, bestätigte Schülersprecher Johannes Hermjohannknecht in einer vom gerade pensionierten Stellvertretenden Schulleiter Ernst Volland Diskussionsrunde mit dem Altschüler und heutigem Elternpflegschaftsvorsitzenden Dr. Ulrich Lienke, dem ehemaligen Rektor Horst Grote, seinem Nachfolger Dr. Siegfried Bethlehem und Lehrerin Irmtraud von Moritz: „ Wir haben hier Spaß am Lernen, finden Verständnis bei den Lehrerinnen und Lehrern und ein solches Schulklima wünsche ich auch nachfolgenden Schülern am SG." Damit dies so bleibt, forderte Frau von Moritz die jungen Lehrkräfte, ihre Visionen zu behalten und sich nicht von immer volleren Terminplänen einschränken zu lassen. Mehr Freiheit für die Schüler, Neigungen nachzugehen, wünscht sich auch Dr. Lienke für die Zukunft, während Dr. Bethlehem in der Diskussion mahnte, die Schule als Ort des anspruchsvollen fachlichen Lernens nicht ganz zu vernachlässigen. Dass das Städtische Gymnasium diese Balance zwischen Fachwissen, individueller Förderung und Lernen für das Leben geschafft hat, bestätigte Herr Grote: Er gratulierte der Schule zu der in den letzten Jahren gefundenen Harmonie zwischen den Gruppen der Schulgemeinde.

Blick zurück

Beim Blick zurück hob Brigitte Schubert, für Gütersloh zuständige Dezernentin bei der Bezirksregierung in Detmold, die bereits in den siebziger Jahren aufgebauten Schulpartnerschaften hervor, die die Entwicklung zur Europaschule beflügelt hätten. Noch weiter zurück blickte Dr. Simone Erpel, Altschülerin und Kuratorin der Ausstellung zur Geschichte der Schule. Sie spannte den Bogen von der unsicheren Zahl von ungefähr 40 Erstschülerinnen im Jahr 1887 zum größten Gymnasium der Region, von der Idee einer religiös-sittlichen Bildung über die Hilfe für Einrichtungen der Westfälischen Klinik bis zum heutigen Engagement von Schülern und Eltern für ihre Schule und aktuelle Ereignisse wie das Erdbeben in Japan im letzten Jahr.
Bild mit dem Namen " Festakt Hom 001.jpg"Für den feierlichen Rahmen der Festreden sorgten ein sehr lebendiger Gottesdienst, festliche und schwungvolle Beiträge der Musiker und eine bunt geschmückte Aula. Geschenke für den Jubilar gibt es auch: Die Ausstellung zur Geschichte und zum Leben an der Schule, die die obere Pausenhalle deutlich aufwertet, wurde nach dem Festakt offiziell eröffnet. Morgen folgt als Geschenk unseres ehemaligen Schülers Andreas Mohn ein Popkonzert mit „Luxuslärm", das der Höhepunkt des Jubiläums-Schulfestes werden dürfte. Und im kommenden Jahr soll ein Fußball-Kleinspielfeld auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz entstehen, für das sich der Schulleiter die Farben Blau-weiß zurückwünscht.