15.09.2016

Besuch in Polen

Am Sonntag, den 02.10.2016, ging unsere Reise nach Polen mit insgesamt 11 Schülerinnen und Schülern zu unseren Austauschschülern los, um 9.30 Uhr sollten wir uns alle am Bahnhof treffen. Nach den letzten Informationen verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und dann ging es auch schon los zum Zug. Nach ein paar Verspätungen unserer Züge kamen wir in Berlin an, dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Diese Stunde konnte jeder individuell nutzen. Einige machten eine kleine Sightseeing-Tour, andere holten sich etwas zu essen.

Ab Berlin fuhren wir mit einem Zug, der uns mit seinen Sechser-Abteilen sehr an den ‚‚Hogwarts- Express‘‘ von Harry Potter erinnerte. In diesem verbrachten wir die lange Reise mit lauter Musik und lustigen Gesprächen. Als wir dann in Bydgoszcz in den Bus umstiegen, wurden alle ein bisschen ruhiger, viele waren müde von der langen Reise. Als wir jedoch dem Treffpunkt am McDonald in Graudenz (pol.: Grudziądz) näher kamen, wurden alle wieder wacher und die Aufregung stieg. Um 20 Uhr wurden wir alle freundlich und herzlich von unseren Gastfamilien in die Arme geschlossen und mit nach Hause genommen. Dort wurde dann für uns leckeres Abendbrot vorbereitet, beim Essen unterhielt man sich ein wenig und lernte die Familie ein Stückchen besser kennen.

Am Montag nahmen uns unsere Partnerinnen und Partner, nach einem guten Frühstück, mit in die Schule. Zur Schule kam jeder Schüler mit seinem Partner individuell hin. Manche kamen mit dem Auto, die anderen lernten den morgendlichen Verkehr in Polen kennen.

Mit Gesang, einer Begrüßungsrede und einem kreativen Film wurden wir in der Schule herzlich von der Schulleitung und Schülern begrüßt, danach durften wir, mit ihnen in den Unterricht gehen und mal eine polnische Unterrichtsstunde miterleben und im anschließenden Workshop über die Bildungssysteme Polens und Deutschlands besprachen wir unsere Eindrücke. Das Mittagessen in der Mensa war nicht unbedingt jedermanns Sache. Daran sieht man, dass jeder Geschmack individuell ist.

Nachmittags gegen 15 Uhr ging es dann zum Hotel Rad, wo es eine Bowlingbahn  gab. Dort haben wir uns in Teams aufgeteilt und haben alle gemeinsam gebowlt. Dabei mussten sich die deutschen Schüler eingestehen, dass sie dieses Spiel nicht gewinnen, denn ihre Gastgeber waren deutlich besser. Wir erfuhren, dass das Bowling in Polen viel beliebter ist als in Deutschland. Danach wurden alle mit leckerer Pizza belohnt und als diese restlos aufgegessen war, verbrachte man den restlichen Nachmittag und den Abend in Gruppen mit Shoppen oder beim gemütlichen Beisammensein.

Der Dienstag hat mit einer Stadtführung durch die Altstadt von Graudenz begonnen. Unser Guide hat uns zu einem Aussichtsturm der alten Ordensburg geführt, von dem man einen Rundumblick von Graudenz erhielt. Danach gingen wir ins Rathaus zum Bürgermeister, der uns zu Tee und Kaffee eingeladen hat. Nach der kurzen Stärkung gingen wir weiter in ein polnisches Restaurant, wo es leckeres Mittagessen gab.

Später haben wir uns alle im Kletterpark Rulewo getroffen und wurden von den Instrukteuren eingewiesen, wie wir sicher durch den Parcours kommen. Es hat großen Spaß gemacht sich dort durchzuhangeln. Wenn es mal schwierig wurde hat man sich gegenseitig geholfen und nicht den Mut verloren weiter zu gehen, und somit haben es alle geschafft, heile wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Nach einer Tasse Tee wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und hatten noch einen Abend zur freien Verfügung.

Ausgeschlafen und gut gefrühstückt starteten alle in den Mittwoch, der für uns unsere Gastfamilien geplant war.  Einige fuhren nach Toruń oder Gdynia, andere blieben in der Stadt und haben sie erkundet.

Am Donnerstag fuhren wir gemeinsam nach Danzig in eine Jugendherberge. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Kreuzritterburg in Malbork, wo wir eine deutsche Führung bekamen. Das fanden die meisten etwas langweilig, dennoch gab es welche denen die Führung sehr gefiel. Doch fast alle kauften etwas im Süßigkeitenladen. In Danzig angekommen, gab es für uns auch schon Mittagessen, das war allerdings nicht ganz so lecker. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben und uns eine halbe Stunde ausruhen konnten, fuhren wir in die Danzig Altstadt, um die schöne Altstadt zu erkunden und ein paar Einkäufe zu erledigen.  Später am Abend fuhren wir zurück in die Jugendherberge, einige trafen sich in ein paar Zimmern und verbrachten den Abend gemeinsam.

Am Freitag ging es nach einem guten und leckerem Frühstück in das Europäische Zentrum „Solidarnosc“, ein modernes Museum, das den polnischen Weg zu Freiheit behandelt. Das Museum war sehr interessant und gefiel allen sehr gut, schon alleine wegen seiner Innenarchitektur, den speziellen Effekten und der Zettelwand, wo man drauf schreiben konnte, was für einen wichtig ist. Danach fuhren wir nach Sopot, einem Kurort an der Ostsee, dort aßen wir erst einmal. Ein paar von uns probierten sich an typisch polnischem Essen, was jedoch nicht jedem schmeckte. Unsere Freizeit in Sopot verbrachten die meisten mit Einkaufen und manche gingen zusätzlich noch an den Strand zum Mole. In der Jugendherberge angekommen, packten alle ihre Koffer für die morgige Abreise und feierten gemeinsam unsere schöne Zeit in Polen.

Am Samstag mussten wir sehr früh aufstehen, danach wurden wir von unseren Austauschpartnern zum Bahnhof in Danzig begleitet und verabschiedeten uns alle herzlich voneinander.

Wir bedanken uns alle recht herzlich beim deutsch-polnischen Jugendwerk für die gute finanzielle Unterstützung und beim Städtischen Gymnasium Gütersloh, die uns diesen erfahrungsreichen und schönen Austausch ermöglicht haben. Und ein besonders großes Dankeschön an Herrn Dräger, der uns auf diesem interessanten Austausch begleitet und betreut hat.

Lea Simonazzi und Olivia Mazur  (Q1)