15.11.2017

Le soleil nous invite – Frankreich zeigt sich von seiner schönsten Seite

Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren Regen und Sturm, ja sogar Nebel und Hagel trotzen mussten, bescherte uns der Wettergott beim diesjährigen Frankreichaustausch strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen um die 25 Grad – und das mitten im Herbst. So konnte die ohnehin schon großartige Stimmung nochmals gesteigert werden.

Voller Vorfreude ging es am 13. Oktober mit 24 Schülerinnen und Schülern gen Frankreich, zu unserer Partnerschule in Genech bei Lille. Nach einem ereignisreichen Wochenende in den Familien mit Kurzausflügen ans Meer, nach Lille, nach Paris und in das lokale Fußballstadion führte uns der Weg am Montag an die französische Kanalküste mit Ausblick auf die Kreidefelsen Dovers.  Es hatten sich tatsächlich auch einige Spiekerooger Seehunde nach Cap Gris-Nez verirrt! Anschließend wandelten wir auf den Spuren der Geschichte auf kanadischem Boden: Das Nationaldenkmal in Vimy lud ein, die Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg (Schlacht bei Arras, 1917) zu besichtigen und der vielen dort gefallenen Soldaten zu gedenken.

Dienstag hieß es dann für unsere Schülerinnen und Schüler: „En cours!“ Vormittags hatten sie die Gelegenheit, an unserer Partnerschule, dem Lycée Charlotte Perriand, Einblicke in das französische Schulleben zu erhalten. Während einige im Französischunterricht stark gefordert waren, konnten andere im Deutschunterricht von Hélène Lethellier mit ihren hervorragenden Kenntnissen glänzen.

Nachdem wir am Montag schon mit einem typisch französischen Frühstück versorgt worden waren, konnten wir nach den anstrengenden Schulstunden ein Mittagessen in der schuleigenen Kantine genießen. Gestärkt ging es dann anschließend in die Hauptstadt des französischen Nordens, Lille, dessen Name – wie wir nun alle wissen – von dem französischen Wort für Insel (île) stammt. Nach diesem gemeinsamen Nachmittag mit den Corres fiel der Abschied am Mittwochmorgen besonders schwer und es flossen sogar einige Tränchen.

Den krönenden Abschluss unserer Reise stellte der Besuch der Metropole Paris dar. Den Auftakt unseres Parcours durch die Stadt bildete das Erklimmen der 237 Stufen des Sacré-Cœur, gefolgt von einem intensiven Souvenir-Marathon durch Montmartre, bei dem die lokalen Händler durch den Kauf von Tassen, Pullovern, Taschen und kleinen Eiffeltürmen unterstützt wurden.

Dann auf zur Ile de la Cité mit Kurzbesichtigungen von Notre-Dame und Louvre, bei denen nichtsdestotrotz geschätzt weit über tausend Fotos entstanden sind. Weiter ging es mit der Métro zum Wahrzeichen der Hauptstadt: la tour Eiffel. Während unseres Aufenthalts konnten wird sowohl den Sonnenuntergang über den Dächern der Stadt als auch das illuminierte Paris bestaunen, was minutiös von Schülern unter Verwendung diverser Filter und Smileys mit ihren mobilen Endgeräten dokumentiert wurde.

Wir ließen den unvergesslichen Tag mit einer Kreuzfahrt auf der Seine bei immer noch angenehmen 18 Grad ausklingen. Unterwegs sahen wir nicht nur die beeindruckend beleuchteten Monumente, sondern auch Salsa-Tänzer, die sommerliche Stimmung am Seine-Ufer verbreiteten.

Zurück ging es dann am nächsten Morgen in aller Frühe und – für die Uhrzeit – bester Stimmung zurück nach Gütersloh. Hungern musste niemand, denn auf den vorherigen Fahrten hatte sich bereits eine gut funktionierende Tauschbörse für Lebensmittel etabliert. Die Schüler sorgten dankenswerterweise für die Verpflegung der Lehrer, Busfahrer Raimund für die sichere Heimkehr.

Was nehmen wir also von dieser Reise mit? Unvergessliche Erinnerungen, neu entstandene Freundschaften, die ein oder andere französische Wendung oder Vokabel und wertvolle praktische Erkenntnisse: Hochzeiten kann man gut unter dem Eiffelturm zelebrieren; Metrotickets sollte man auf Reisen sicher verwahren; wichtige Habseligkeiten nicht bei der Abreise im Hotel vergessen, wenn die Gruppe sich schon fast auf dem Nachhauseweg befindet; und – ganz wichtig – die Schlüsselkarte nicht im Zimmer zurücklassen. Und wenn doch, kann man sich mit der angemessenen Höflichkeit und Unterwürfigkeit (selbst ohne Lehrer und auf Französisch) um Ersatz bemühen.

Merci à tous et à bientôt!

Mme Winnemöller et M. Klinner