Ein Ort des Dialogs zwischen Analogem und Digitalem – Offizielle Eröffnung des neuen Kunst- und Informatikhauses

Baulich gesehen ist es ein „Erweiterungsbau“, als Arbeitstitel hat sich der Begriff „Kunsthaus“ etabliert, im Angebot des Städtischen Gymnasiums ist es nun das Kunst- und Informatikhaus der Schule. Gestern wurde das neue Gebäude in einer Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Auf der Fläche eines ehemaligen Parkplatzes an der Moltkestraße ist ein modernes Gebäude entstanden, das sich harmonisch in den Straßenverlauf einfügt, das auf rund 1200 Quadratmetern Netto-Grundfläche mit vier Kunst- und drei Informatikräumen, mit einem Nebenraumprogramm und Lehrerarbeitsplätzen sowie einem großzügigen Foyer- und Versammlungsbereich das Schulleben und die Unterrichtsangebote bereichert. Es soll mehr sein als ein reiner „Erweiterungsbau“, der wiederum begrenzten Raumkapazitäten an anderer Stelle ein Ende bereitet. Erklärtes Ziel der Schule ist es, aus der Verbindung von Kunst und Informatik einen Dialog zu entwickeln, der auch über die unmittelbare schulische Arbeit hinausreichen kann. So soll das neue Haus auch ein Ort der Begegnung sein und hinein in die Stadtgesellschaft wirken – mit Ausstellungen, Installationen, Veranstaltungen.

Die Offenheit des Gebäudes, die innovative Kombination aus Analogem und Digitalem und die weitergehende Rolle betonte auch Bürgermeister Henning Schulz bei der Eröffnung. Er erinnerte  daran, dass der Neubau das „alte Kunsthaus“ an der Schulstraße ersetzt, welches an die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe verkauft wurde. Schulz: „Der Neubau mit seiner technischen und digitalen Ausstattung ist State of the Art. Das alte Kunsthaus, so wie wir es kannten, konnte diesen Standard nicht bieten. Es war also gewissermaßen eine Win-Win-Situation für alle Seiten, das Gebäude an der Schulstraße der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe zu verkaufen und diesen Neubau zu planen. Die Schlaganfall-Stiftung  hat das denkmalgeschützte Gebäude mit Liebe zum Detail restauriert und zu einem repräsentativen Zentrum für seine bundesweite Arbeit gemacht, von der auch die Stadt profitiert. Mit diesem Haus, das wir heute offiziell eröffnen, ist nicht zuletzt auch für das Städtische Gymnasium ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.“ Der Unterricht in den neuen Räumen, die durch großzügige Offenheit und freundliche Helligkeit die zahlreichen Besucher*innen begeisterte, soll am 27. November starten. 

Rund 4,1 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, der analog zum Passivhausstandard errichtet wurde und durch eine Pelletheizung beheizt wird. Er entstand nach Plänen der Berliner Büros AFF Architekten, die als 1. Preisträger aus einem Realisierungswettbewerb hervorgingen.