Orchesterkonzert in der Stadthalle

Ein Festival der sinfonischen Blasmusik – Schulorchester und Feuerwehrorchester musizieren gemeinsam

„Music for a festival“ – so lautete in diesem Jahr der Titel des traditionellen Frühlingskonzerts des Symphonischen Blasorchesters der Feuerwehr Gütersloh. Einen besonderen Festivalcharakter bekam das Konzert dadurch, dass insgesamt vier Orchesterformationen auf der Bühne standen. Neben dem Haupt- und Jugendorchester der Feuerwehr traten nämlich in diesem Jahr auch das Schulorchester und das Vororchester des Städtischen Gymnasiums auf.

Die beiden Nachwuchsensembles eröffneten unter der Leitung von Daniel Reichert das vielfältige Programm mit jugendlichem Schwung: Nach der Komposition „Young Fanfare“ ließen sie Tarzan im gleichnamigen Musical-Querschnitt durch den Dschungel und anschließend Rollerskater über die Halfpipe sausen, bevor das Symphonische Blasorchester die Bühne betrat. Groß angelegte Orchesterwerke wie das titelgebende Hauptwerk von Philip Sparke wurden auf musikalisch höchstem Niveau mitreißend und eindrucksvoll dargeboten. Dabei wurde die jeweilige Grundstimmung der Musikstücke durch eine gezielt abgestimmte Bildpräsentation auf großer Leinwand abgerundet.

Nach der Pause präsentierte das Schulorchester des SG unter der Leitung von Daniel Höwekenmeier zunächst einen eigenen Konzertteil, der von Katharina Portmann und Pascal Grüwaz charmant und humorvoll moderiert wurde. Die Werkauswahl verdeutlichte drei verschiedene Aspekte eines Festivals: Die musikalische Umsetzung eines Adlerflugs stand für Freiheit, Filmmusik aus den 80er-Jahren für Partystimmung und Jacob de Haans „Concerto d’Amore“ für Liebe in ihren unterschiedlichsten Facetten.

Im folgenden Zusammenspiel von Feuerwehrorchester und Schulorchester nahmen die Musikerinnen und Musiker nochmal bewusst ihre Schulzeit in den Blick, die für die einen noch gelebte Gegenwart, für die anderen schon Gegenstand von Erinnerungen ist. Bereits seit 1985 verbringen Jugendliche ihre Freizeit mit Videospielen, die sich bis heute weiterentwickelt haben. Zu bewegten Bildern auf der Leinwand ließ das Arrangement „Super Mario Bros.“ die Hauptfigur vieler Nintendo-Spiele lebendig werden. Im Mittelpunkt des nächsten Hauptwerks stand dann ein altes Schulgebäude. In der Originalkomposition „Ross Roy“ konnten die Zuhörer die Würde des alten Gemäuers, aber auch die lebhaften Schulszenen der Vergangenheit nachempfinden.

Am Ende dieses anspruchsvollen Programms unter der Gesamtleitung von Daniel Reichert kamen schließlich alle Musikerinnen und Musiker der vier beteiligten Ensembles zusammen, um dem begeisterten Publikum  im großen Finale ein lebhaftes Arrangement des Pop-Songs „No Roots“ zu präsentieren.