
Lebhaftes Stimmengewirr, neugierige Energie und jede Menge neuer Eindrücke nahm man letzte Woche in Sant Celoni wahr. Vom 8. bis zum 14. März fand hier eine internationale Jugendbegegnung mit dem Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V., Träger des Droste-Hauses, mitten in Katalonien, rund 50 Kilometer nordöstlich von Barcelona, statt.
18 deutsche Jugendliche aus Gütersloh und 18 spanische Jugendliche arbeiteten hier gemeinsam an einem Projekt unter dem Motto „Facing the past- shaping the future“, das von Erasmus+ und dem LWL-Landesjugendamt kofinanziert wird.
weitere Infos:
Droste-Haus,
https://www.droste-haus.de
Begleitet wurde die Gruppe von Bianca Gallardo Gomez vom Droste-Haus in Verl sowie Sina Clarenbach vom Städtischen Gymnasium in Gütersloh, gemeinsam mit den engagierten Gastgebern in Sant Celoni. Die Anfangsaufregung war schnell in echtes Miteinander übergegangen. Nach den ersten Kennenlerntagen tauchten die Jugendlichen tiefer in die Projektarbeit ein und erlebten zugleich den Alltag und die Kultur ihrer Austauschpartner*innen. Besonders gut gelang dies durch die Unterbringung in Gastfamilien. Gemeinsamer Alltag, Projektarbeit, Aktionen und Ausflüge ermöglichten einen intensiven interkulturellen Austausch über die Themen, die junge Menschen in Europa aktuell bewegen und genau das machte diese Begegnung so lebendig.
Inhaltlich drehte sich alles um Demokratie, Krieg und Frieden in Europa – Themen, die angesichts der aktuellen Weltlage nicht abstrakt bleiben. In spannenden Workshops und Diskussionen ging es darum, hinzuschauen, zuzuhören und Fragen zu stellen: Was bedeutet Frieden heute für uns? Welche Verantwortung tragen wir als junge Generation? Und wie können wir die Zukunft aktiv mitgestalten?
Besonders eindrucksvoll war der Besuch im Kulturzentrum für Frieden „Casa Jonch“ in Granollers, das sich dem Thema Frieden und der Erinnerung an die Bombardierung der Stadt im Spanischen Bürgerkrieg widmet. Beim Workshop „The day that everything changed“ setzten sich die Jugendlichen mit historischen Wendepunkten und persönlichen Erfahrungen auseinander und entdeckten dabei erstaunlich viele Parallelen zu heutigen Herausforderungen.
„Es ist berührend zu sehen, wie intensiv sich die Jugendlichen mit Fragen von Verantwortung, Frieden und Zusammenhalt auseinandersetzen“, erzählte Bianca Gallardo Gomez „In diesen Momenten wird deutlich, wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern sie zu fühlen – und daraus etwas für die eigene Zukunft mitzunehmen.“
Auch Exkursionen nach Girona und Barcelona standen auf dem Programm – mit viel Raum für Austausch, Nachfragen und gemeinsames Staunen.
Nach ein paar Tagen hieß es Abschied nehmen – zumindest bis zur Rückbegegnung in Gütersloh nach den Osterferien. Doch schon jetzt ist klar: Freundschaften wurden geknüpft, Horizonte erweitert und neue Ideen für ein friedliches Europa entwickelt.
