Orientierung für die Zukunft – SG dankt Osthushenrich-Stiftung

„Das gab es so auch noch nie, ich bin beeindruckt“, sagt Geschäftsführer Dr. Burghard Lehmann von der Osthushenrich-Stiftung, als er am vergangenen Freitag ein ganz besonderes Dankeschön von den Schüler*innen und Schülern des Städtischen Gymnasiums in Empfang nimmt. In einer rund einhundert Seiten umfassenden Broschüre haben die Teilnehmer*innen der Projektfahrt nach Krakau und in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ihre Erfahrungen verarbeitet und illustriert. Die Osthushenrich-Stiftung hatte das Projekt im November mit Fördergeldern in Höhe von 4.400€ unterstützt, nicht zuletzt um möglichst vielen interessierten Schüler*innen eine Teilnahme an der Fahrt zu ermöglichen.

„Unser Ziel ist es, den Zugang zum Geld niedrigschwellig zu gestalten“, betont Dr. Burghard Lehmann im Gespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin Britta Jünemann und rund 15 Schüler*innen – „Das Geld ist aus Sicht der Stiftung gut angelegt.“

Die Rückmeldungen der anwesenden Jugendlichen geben ihm Recht: „Der Besuch hat uns eine vollkommen neue Perspektive auf die Geschichte ermöglicht“, erzählt Fynn Kastrup. „Die Fahrt hat uns gezeigt, dass wir alle eine Verantwortung dafür haben, dass sich so etwas nie wiederholt, egal ob in Deutschland oder woanders“, betont Leon Wing Hang Liu. Ihre Eindrücke und Erfahrungen hat die Gruppe von insgesamt 25 Schüler*innen nicht nur im Rahmen gemeinsamer Workshops vor Ort, sondern auch in der Broschüre eindrucksvoll verarbeitet. Beeindruckt vom Projekt zeigt sich auch Britta Jünemann, die abschließend dazu aufruft, auch zukünftig als Schule weiter für eine demokratische Gesellschaft einzutreten. „Auch im kommenden Schuljahr wird die Fahrt wieder stattfinden“, betont sie mit Blick auf das Jahr 2020.

Neben dem Ausschwitz-Projekt hatte die Osthushenrich-Stiftung außerdem den geva-Test zur Berufs- und Studienorientierung am Städtischen Gymnasium mit Fördergeldern in Höhe von 1.600 Euro unterstützt. Der Test wurde im laufenden Schuljahr erstmals verpflichtend für alle Schüler*innen der Stufe EF/10 eingeführt. „Der Test fragt nicht nur, was die Jugendlichen später einmal werden wollen, sondern gibt detaillierte Informationen über die Stärken und Schwächen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. So ist der geva-Test auch für alle interessant, die bereits bestimmte Berufsvorstellungen haben, was übrigens für die wenigsten zutrifft“, begründet Meike Winter vom Städtischen Gymnasium die Entscheidung.

Die Schülerstimmen bestätigen dies: „Ich wusste vorher überhaupt nicht, was ich mal werden möchte. Der Test hat mir eine Liste mit guten Optionen gegeben, von denen einige sogar sehr gut für mich in Frage kommen“, berichtet Sonja Wallmann. Auch David Büyükdag ist positiv überrascht: „Ich weiß seit dem Test, dass ich auf jeden Fall etwas in Richtung Elektronik und IT machen möchte.“ „Der geva-Test ist Teil des umfassenden Konzeptes der Studien- und Berufswahlorientierung am Städtischen Gymnasium“, betont Britta Jünemann abschließend, sodass die Schule auch in Zukunft daran festhalten wird, um den Schüler*innen nachhaltig Perspektiven für ihre berufliche Laufbahn zu ermöglichen.

Text: Simon Drosten, Foto: Jan Paul Klinke