Geographieunterricht

Geographie wird allgemein als die „Wissenschaft von der Erdoberfläche in ihrer räumlichen Differenzierung, ihrer physischen Beschaffenheit sowie als Raum und Ort des menschlichen Lebens und Handelns“ definiert (Lexikon der Geographie, Heidelberg 2001). Da der Mensch aber auch wieder rückwirkenden Einfluss auf die Erde bzw. seine ganze Umwelt ausübt, muss sich das Fach „Erdkunde“ im Besonderen mit ihm und seinem Wirken auf den Raum beschäftigen.

Das Unterrichtsziel muss daher darin bestehen, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und den verantwortungsvollen Umgang mmit ihr anzubahnen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen arbeitet das Fach „Erdkunde“ sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raumprägenden Einflüsse des Menschen realitätsnah auf. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden. Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geo- und Raumwissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt

Das Fach „Erdkunde“ ist vor diesem Hintergrund aber auch ein Schulfach, das auf die Verarbeitung aktueller Daten und vor allem auf die Visualisierung raum-zeitlicher Prozesse zurückgreifen muss. Daher kommt dem Einsatz neuer Medien im Erdkundeunterricht eine zentrale Bedeutung zu. Diese schaffen die Voraussetzung für eine aktuellere und intensivere Materialauswertung, -verknüpfung und -beurteilung.