Vom Klang der Kirschblüte

Benefizkonzert 2011: Das SG spielt und spendet für Japan

Herr Dr. Bethlehem bedankte sich mit Blumen bei den Gastmusikerinnen Unter dem frühlingshaften Motto "Vom Klang der Kirschblüte" stand das Benefizkonzert des Städtischen Gymnasiums Gütersloh für die Erdbebenopfer in Japan am Donnerstagabend. Dabei schwebte der Konzertabend zwischen dem Mitgefühl für die betroffenen Menschen in Japan und der Hoffnung und dem Aufblühen des Frühlings. Die Verbindung zu den Menschen in Fernost lag nicht nur in der Luft, sondern war greifbar. Für die Klasse 5b, die den Anstoß für das Konzert gegeben hatte, liegt diese Verbindung in ihrem Mitschüler Anthony Masaki. Da die Klasse 5b eine Bläserklasse und die Mutter von Anthony eine versierte Konzertpianistin ist, lag es nahe, die Spendenaktion nicht nur auf einen Kuchenverkauf in der Schule zu beschränken, sondern ein großes Benefizkonzert zu organisieren.

Herr Senger präsentierte ausdrucksstark Sting-SongsSo kamen die Zuhörer am Donnerstagabend in den Genuss eines ungewöhnlichen Konzertes in der Schulaula: Chihio Masaki am Piano und die Sopranistin Gudrun Elpert-Resch, selbst ehemalige Schülerin des Städtischen Gymnasiums, präsentierten einen Reigen japanischer Lieder, angefangen vom Lied der Feuerblume über ein melancholisches Abendlied bis zum dramatisch-bunten Festlied "Matsushima ondo". Um sich an die ungewohnte japanische Musik heranzutasten, hatten sich die Musiker eine raffinierte Abfolge überlegt. Zunächst präsentierte Alexander Senger im Duett im Chihiro Masaki den leisen Sting-Song „Secret marriage", bevor Gudrun Elpert-Resch mit allen Anwesenden das japanische Volkslied "Sakura, sakura" einstudierte. Während die erwachsenen Zuhörer die Präsentation genossen, zog es die jüngeren Schüler nach einiger Zeit doch nach draußen, zumal dort ein Pausenbuffett mit Köstlichkeiten wartete, dessen Erlös ebenfalls den Erdbebenopfern zugute kommen soll.

Umrahmt wurde der Auftritt der klassischen Musiker von Musikgruppen des Städtischen Gymnasiums. So präsentierte das Schulorchester Eric Claptons „Tears in heaven" und Billy Joels traurig-schönes „Leningrad" mit tollen Solo-Einlagen von Valeria Gordienko am Piano. Dynamisch dagegen zeigten sich die Tänzerinnen von Vanessas Dance Company, die eigens für den Auftritt eine neue Chorographie einstudiert hatten und der Synthesizer-Spezialist Alex Syga, der ein Revival des 80-er-Jahre Elektro-Pop bot.

Japan-Bilder-1Die Spendeneinnahmen des Abends sollen Kindern im Erdbebengebiet im Norden Japans zugute kommen. Die Familie Masaki leitet das Geld weiter an eine Zeitung in der betroffenen Region, die bereits zugesagt hat, über die kleine Spendeaktion aus dem fernen Gütersloh zu berichten.