Bienvenue à Gütersloh, les Français!

 

Am Montag, dem 09. April 2018, kamen die französischen Austauschschüler nach einem Wochenende in Berlin bei uns in Gütersloh an, zwar erschöpft, aber trotzdem fröhlich und gespannt auf das Leben der Deutschen. Davon haben sie auch einiges mitbekommen, trotz der verschiedenen Sprachen, die hin und wieder eine Barriere darstellten. Viel Zeit wurde in den Gastfamilien nicht verbracht, aber der gemeinsame Unterricht in der Schule und das Zusammensein während der Ausflüge boten genügend Anlässe, um sich in der Fremdsprache auszutauschen und die in Frankreich geschlossenen Freundschaften zu pflegen.

Von einer (für viele ziemlich anstrengenden) Fahrradtour bei schönstem Sonnenschein, über einen gemeinsamen Besuch im Kletterpark „grenzenlos“ (passend zum Namen mussten hier Grenzen jeglicher Art überwunden werden), bis zu einem Ausflug nach Paderborn für die Franzosen – das Programm war vielfältig, sodass jeder einem der Programmpunkte etwas abgewinnen konnte. Die Unterrichtsstunden, in denen die Franzosen ihre Corres begleiteten, stellten die französischen Gäste vor sprachliche Herausforderungen, doch die Kommunikation mit den Mitschülern klappte gut – auch wenn man zur Not auf Hände und Füße zurückgriff.

Am Samstag war die Zeit mit unseren französischen Austauschschülern dann auch schon wieder vorbei. Der Abschied war herzlich und verlief nicht überall ohne Tränen. Aber vielleicht sieht man sich ja im nächsten Jahr wieder.

 

A bientôt, les Français!

Anna Dörscheln, 9d

 

 

Le soleil nous invite – Frankreich zeigt sich von seiner schönsten Seite

 

Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren Regen und Sturm, ja sogar Nebel und Hagel trotzen mussten, bescherte uns der Wettergott beim diesjährigen Frankreichaustausch strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen um die 25 Grad – und das mitten im Herbst. So konnte die ohnehin schon großartige Stimmung nochmals gesteigert werden.

Voller Vorfreude ging es am 13. Oktober mit 24 Schülerinnen und Schülern gen Frankreich, zu unserer Partnerschule in Genech bei Lille. Nach einem ereignisreichen Wochenende in den Familien mit Kurzausflügen ans Meer, nach Lille, nach Paris und in das lokale Fußballstadion führte uns der Weg am Montag an die französische Kanalküste mit Ausblick auf die Kreidefelsen Dovers.  Es hatten sich tatsächlich auch einige Spiekerooger Seehunde nach Cap Gris-Nez verirrt! Anschließend wandelten wir auf den Spuren der Geschichte auf kanadischem Boden: Das Nationaldenkmal in Vimy lud ein, die Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg (Schlacht bei Arras, 1917) zu besichtigen und der vielen dort gefallenen Soldaten zu gedenken.

Dienstag hieß es dann für unsere Schülerinnen und Schüler: „En cours!“ Vormittags hatten sie die Gelegenheit, an unserer Partnerschule, dem Lycée Charlotte Perriand, Einblicke in das französische Schulleben zu erhalten. Während einige im Französischunterricht stark gefordert waren, konnten andere im Deutschunterricht von Hélène Lethellier mit ihren hervorragenden Kenntnissen glänzen.

Nachdem wir am Montag schon mit einem typisch französischen Frühstück versorgt worden waren, konnten wir nach den anstrengenden Schulstunden ein Mittagessen in der schuleigenen Kantine genießen. Gestärkt ging es dann anschließend in die Hauptstadt des französischen Nordens, Lille, dessen Name – wie wir nun alle wissen – von dem französischen Wort für Insel (île) stammt. Nach diesem gemeinsamen Nachmittag mit den Corres fiel der Abschied am Mittwochmorgen besonders schwer und es flossen sogar einige Tränchen.

Den krönenden Abschluss unserer Reise stellte der Besuch der Metropole Paris dar. Den Auftakt unseres Parcours durch die Stadt bildete das Erklimmen der 237 Stufen des Sacré-Cœur, gefolgt von einem intensiven Souvenir-Marathon durch Montmartre, bei dem die lokalen Händler durch den Kauf von Tassen, Pullovern, Taschen und kleinen Eiffeltürmen unterstützt wurden.

Dann auf zur Ile de la Cité mit Kurzbesichtigungen von Notre-Dame und Louvre, bei denen nichtsdestotrotz geschätzt weit über tausend Fotos entstanden sind. Weiter ging es mit der Métro zum Wahrzeichen der Hauptstadt: la tour Eiffel. Während unseres Aufenthalts konnten wird sowohl den Sonnenuntergang über den Dächern der Stadt als auch das illuminierte Paris bestaunen, was minutiös von Schülern unter Verwendung diverser Filter und Smileys mit ihren mobilen Endgeräten dokumentiert wurde.

Wir ließen den unvergesslichen Tag mit einer Kreuzfahrt auf der Seine bei immer noch angenehmen 18 Grad ausklingen. Unterwegs sahen wir nicht nur die beeindruckend beleuchteten Monumente, sondern auch Salsa-Tänzer, die sommerliche Stimmung am Seine-Ufer verbreiteten.

Zurück ging es dann am nächsten Morgen in aller Frühe und – für die Uhrzeit – bester Stimmung zurück nach Gütersloh. Hungern musste niemand, denn auf den vorherigen Fahrten hatte sich bereits eine gut funktionierende Tauschbörse für Lebensmittel etabliert. Die Schüler sorgten dankenswerterweise für die Verpflegung der Lehrer, Busfahrer Raimund für die sichere Heimkehr.

Was nehmen wir also von dieser Reise mit? Unvergessliche Erinnerungen, neu entstandene Freundschaften, die ein oder andere französische Wendung oder Vokabel und wertvolle praktische Erkenntnisse: Hochzeiten kann man gut unter dem Eiffelturm zelebrieren; Metrotickets sollte man auf Reisen sicher verwahren; wichtige Habseligkeiten nicht bei der Abreise im Hotel vergessen, wenn die Gruppe sich schon fast auf dem Nachhauseweg befindet; und – ganz wichtig – die Schlüsselkarte nicht im Zimmer zurücklassen. Und wenn doch, kann man sich mit der angemessenen Höflichkeit und Unterwürfigkeit (selbst ohne Lehrer und auf Französisch) um Ersatz bemühen.

 

Merci à tous et à bientôt!

 

Mme Winnemöller et M. Klinner

 

 

Frankreichaustausch mit Genech –  Besuch der französischen Gäste in Gütersloh (April 2017)

Les quatres saisons de Gütersloh

Sturm, Regen, Schnee, nicht einmal murmelgroße Hagelkörner – auch die unschönsten Seiten des deutschen Frühlings können der Amitié franco-allemande etwas anhaben! Soviel ist sicher nach dem diesjährigen Besuch der französischen Gäste des Lycée Charlotte Perriand aus der Nähe von Lille, die in der ersten Woche nach den Osterferien ihr Wiedersehen mit den Schülerinnen und Schülern des Städtischen Gymnasiums feierten. Auch wenn der Winter Gütersloh diesmal etwas länger als sonst erhalten blieb, ließen sich die Städter und ihre Corres in keinster Weise von ihrem sportlichen und kulinarischen Austauschprogramm abhalten.

So führte die traditionelle Radtour über Felder und Wiesen nach Marienfeld wieder zu dessen berühmtester Eisdiele und in den nahgelegenen Kultimbiss, die uns statt mit Eis diesmal mit Heißgetränken und nahrhaftem deutschen Essen, wie Frikadelle, Schnitzel und der Spezialität des Hauses namens „Mantaplatte“, versorgen mussten. Nach einer kleinen Hageldusche trat die Gruppe erfrischt und hellwach ihre Rückreise zum Gymnasium an, die dank der profunden Ortskenntnisse von Frau Kochjohann auf schnellstem Wege gelang.

Am Abend wurde die kulinarische Reise von der französischen Gruppe in der Dr. Oetker Welt in Bielefeld im Rahmen einer französischsprachigen Führung unter der sachkundigen Leitung von Herrn Clancy, gebürtigem Quebecer, fortgesetzt, welche nicht zuletzt aufgrund der sprachlichen Unterschiede zwischen dem Französisch Lilles und dem Québecs für Erstaunen bei den Corres sorgte. Unterbrochen wurde die kurzweilige Führung, die den französischen Gästen die Unternehmensgeschichte, Produktpalette und Herstellungsprozesse anschaulich näherbrachte, immer wieder von Verkostungen: Baguettes und Bionade, Pizza und Pudding – hungrig ging an diesem Tag niemand nach Hause.

 

Umso besser also, dass der nächste Tag das sportliche Programm des Vortags fortsetzte – diesmal aber bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen im Kletterpark grenzenlos. Hier stand der Spaß an der Bewegung im Vordergrund, aber auch das gegenseitige Sichern und damit die Verantwortung für den Kletterpartner. Die Hindernisse des Parks wurden dabei ebenso mühelos überwunden wie die sprachlichen Barrieren (« Que veut dire Karabinerhaken“ en français? ») und für den Notfall entging den wachsamen Blicken von Frau Sarrazin und Mme Lethellier keine brenzlige Situation. Und spätestens als diejenigen, die erst gar nicht klettern wollten, kreischend wie ein écureuil von Hindernis zu Hindernis hüpften, wurde deutlich, dass faire de l’accrobranche ziemlich viel Spaß macht.

Zum Glück blieb das gute Wetter der deutsch-französischen Freundschaft auch bei dem darauffolgenden Ausflug der Franzosen in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover  und dem Besuch des Sprengel Museums hold, wie auch beim Abschiedstreffen der Lehrer am Freitagabend.

 

Und viel zu schnell war auch wieder der Abreisetag gekommen: Am Sonntagmorgen brach  der Bus mit den 20 Schülerinnen und Schülern wieder gen Frankreich auf. Im Gepäck  westfälische Köstlichkeiten, Erfahrungen einer ereignisreichen Woche im Nachbarland, neue deutsche Wörter und Redewendungen sowie der Wunsch, im nächsten Jahr erneut am Austausch teilzunehmen. Erst als der Bus langsam losrollte, konnten – und mussten – die letzten Franzosen schnell an Bord und sich verabschieden. Aber wer weiß, vielleicht sieht man sich ja beim nächsten Austausch wieder!

 

Ein großes Merci richtet sich an alle TeilnehmerInnen, Eltern und Lehrer, die dieses Jahr wieder mit Zeit, Mühe und Herzblut zum Fortbestehen unseres Frankreichaustauschs beigetragen haben. Genech, wir kommen wieder! Und besucht uns bald wieder in Gütersloh!

Bis zum nächsten Mal … mit hoffentlich vielen bekannten und neuen Gesichtern!

… à suivre en 2017/18 !

 

 Vive la France – auch im Regen! (November 2016)

 

die-sus-in-montmartreUnsere diesjährigen 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Frankreichaustauschs des Städtischen Gymnasiums Gütersloh wurden wettertechnisch auf eine harte Probe gestellt. Nicht dass das Wetter in Ostwestfalen besser gewesen wäre, aber in der Woche vom 5. bis 11. November 2016 konnte jegliche wetterfeste Kleidung – sofern sie denn vorhanden war – in Genech, Lille, am Cap Gris-Nez und in Paris auf ihre Tauglichkeit getestet werden.

Am frühen Samstagmorgen fuhr unser Bus in Richtung unserer Partnerschule „Lycée Charlotte Perriand“ im hohen Norden Frankreichs und entließ die Schülerinnen und Schüler direkt ins Wochenende mit ihren Gastfamilien. Zwei Tage ohne die Mitschüler, ohne Herrn Klinner und Frau Seeßle, eine fremde Sprache, eine neue Familie, ungewohntes Essen, kurz: ein kleiner Kulturschock, der wahrlich eine Herausforderung für unsere mutigen Teilnehmer darstellte. Am Montagmorgen beim gemeinsamen Frühstück im restaurant scolaire war daher schon eine gewisse Erleichterung zu spüren, endlich den Rest der Gruppe wiederzutreffen. Anschließend konnten die Schüler sich auf Entdeckungsjagd in Bezug auf die Unterschiede des französischen Schulalltags begeben. Am Dienstag bewiesen die Schüler dann, dass ihnen die traumhafte Aussicht auf die in der Ferne leuchtenden Klippen von Dover ein sportlicher, zweistündiger Spaziergang am Meer durchaus Wert war, auch wenn so manche Schlammpfütze die weißen Chucks zu beschmutzen drohte. Nach dem Besuch des Cap Gris-Nez in der Nähe von Boulogne-sur-mer wandelten wir auf den Spuren der Geschichte auf kanadischem Boden: Das Nationaldenkmal in Vimy lud ein, die Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg (Schlacht bei Arras, 1917) zu besichtigen und der vielen dort gefallenen Soldaten zu gedenken.

Am Mittwoch lockte uns die wunderschöne Altstadt von Lille, durch die uns Monsieur Zemniak nach einer aufwärmenden Stärkung in einem typisch französischen Café zum Geburtshaus von Charles de Gaulle geleitete. Der prasselnde Regen hielt uns zwar in Schach, jedoch nicht davon ab, diese gemütliche Stadt ausgiebig zu erkunden.

Das Highlight unserer Fahrt stellte zweifellos der Aufenthalt in Paris dar: ein formidabler Ausblick über das wunderschöne Paris von der Butte de Montmartre aus, der Besuch der Basilika Sacré-Cœur. Beinah wären wir versehentlich in einer französischen Soap gelandet, in deren Filmdreh wir am Fuße des Montmartre stolperten, während ein Teil der Schüler sich noch in wilden Preisverhandlungen um den ultimativen Paris-Pullover befand (Auf französisch!). Nach der Besichtigung der eindrucksvollen Notre-Dame erwartete uns der Eiffelturm schon (Ja, auch bei Regen kann man beim Anblick dieses glitzernden und imposanten Monuments schon mal in hysterisches Kreischen ausbrechen), während wir auch die Hürden der ständigen Taschenkontrollen und des Platzregens locker übersprangen. Da nun alle (?, pardon) Teilnehmer das Métro-Fahren in Paris beherrschten, wie echte Großstädter auf Rolltreppen nur rechts stehen und links hetzen konnten, den Schock über den vergeblichen Versuch der Lehrerin, die Métro aufzuhalten, unbeschadet überstanden hatten, hatten wir es uns redlich verdient, zum entspannten Teil des Ausflugs überzugehen. Die nächtliche Bootsfahrt auf der Seine durch das beleuchtete Paris stellte den wärmenden Abschluss des Tages dar.

Eine Nacht im Hotel in Paris, eine laaaaange Rückfahrt mit Raimund und schon war die Woche vorüber und die Eltern wurden noch am Marktplatz dazu aufgefordert, doch bitte „ein typisch deutsches Abendessen“ zu zaubern.

 

Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch vom 24. bis 30. April 2017, wenn die l’amitié franco-allemande zum Teil 2 übergeht und Mme Lethellier mit 20 französischen Gästen anreisen wird.

 

Und attention, liebe Französischlehrer, einige Schülerinnen und Schüler haben ihre Diskussionskompetenz in der französischen Sprache aufpoliert. Denn wer will schon zuhause sitzen und Hausaufgaben machen nach so einem langen französischen Schultag, wenn man die Chance hat, auf eine fête zu gehen?

 

Merci à tous et à bientôt!

M. Klinner et Mme Seeßle

 


Frankreichaustausch mit Genech
– Le tour de monde en six jours (März 2016)

Als sGütersloher SchülerInnen am Mémorial de Vimy-001ich die 14 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums am winterlich-kalten Sonntagmorgen des 13. März auf den Weg nach Frankreich begaben, ahnte wohl noch keiner von ihnen, dass er bzw. sie vier Länder bereisen und gar ein fünftes in Sichtweite haben sollte. Die Vorfreude war dennoch groß und die Sonntagmorgenmüdigkeit schnell verflogen angesichts des sonnigen Wetters und der entspannten und zügigen Fahrt. Manch einer warf dabei gar noch einen Blick in sein Französischbuch oder auf seine eigens angefertigten Vokabellisten mit Begriffen und Wendungen für den Alltag. Da staunten selbst die begleitenden Lehrer nicht schlecht!

Nach einem kleinen Schlenker durch die Niederlande und einem Zwischenstopp in Belgien erreichten wir am frühen Nachmittag Genech in Nordfrankreich. Die leichte Anspannung vor der ersten Begegnung mit dem oder der Corres sollte schon bald verfliegen – zu herzlich war die Begrüßung der Austauschschüler, in deren Familien die Gütersloher den ersten Tag ihres Aufenthalts verbrachten.

Den Auftakt zu einer aufregenden Woche am Lycée Charlotte Perriand in der Nähe von Lille bildete nach einem ausgiebigen Frühstück in der schuleigenen Mensa ein morgendlicher Staffellauf an der frischen Luft. Spätestens jetzt war jeder hellwach und konnte dem nachmittäglichen Unterricht im Lycée gut folgen sowie sich den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags in einem fremden Land stellen: Wie finde ich meinen Unterrichtsraum in dem unbekannten, schlossähnlichen Schulgebäude? Welcher Teller ist der richtige für das Salatbuffet in der Schulmensa? Welchen Bus nehme ich für den „Nachhauseweg“?

Mit großzügig bestückten Lunchpaketen der Gasteltern versorgt (die einerseits zu einem regen Tauschhandel im Bus führten, andererseits einen der begleitenden Lehrer – dessen Name hier nicht genannt wird – vor dem Verhungern bewahrten), starteten wir unsere Erkundungstour Nordfrankreichs. Tagesziel des Mittwochs waren das Mémorial de Vimy, Ort des Gedenkens des Ersten Weltkriegs, an dem französische und kanadische Soldaten Seite an Seite kämpften, sowie eine Besichtigung der angrenzenden Schützengräben unter der Führung von kanadischen Studenten, die die Erinnerung an die Gräuel des Krieges und die transatlantische Freundschaft zwischen Kanada und Frankreich wachhielten. Tatsächlich betraten wir bei der Besichtigung des Monuments politisch gesehen kanadischen Boden.

Für die letzten beiden Tage unseres Aufenthalts wandten wir unseren Blick wieder in die Gegenwart. Neben einer Besichtigung der Unterwasserwelt Nausicaá in Boulogne-sur-Mer, in der wir die Schönheit einheimischer und exotischer Meeresbewohner bestaunen und umweltrelevante Themen überdenken konnten, erlaubte uns das schöne Wetter auch noch einen spontanen Ausflug an das Cap Blanc-Nez, von dem die imposanten Kreidefelsen des englischen Festlands zum Greifen nah schienen.

Schließlich eroberten wir am letzten Tag Lille, die Hauptstadt der Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie. Nach einer historischen Stadtführung durch die pittoreske Altstadt, die uns M. Ziemniak, Historiker am Lycée Charlotte Perriand, mit beeindruckendem Fachwissen, so mancher Anekdote und viel Charme nahebrachte, hatten die Schülerinnen und Schüler ausreichend Zeit für eine ausgiebige Erkundungstour und die Suche nach Präsenten für die Daheimgebliebenen – z.B. in der Lieblingspâtisserie Charles de Gaulles namens Meert und in den zahlreichen Boutiquen und Einkaufszentren. Und wer in der Mittagspause einfach nur die Sonne genießen wollte, konnte einen „original französischen“ Streik bestaunen.

Leider geht aber jede Reise einmal zu Ende. Auch eine Weltreise! So ging es dann am Freitag wieder in die Heimat, um den Beginn der Osterferien nicht zu verpassen.

So manch einer hätte sicherlich gern noch ein bisschen mehr Zeit bei seinen neuen französischen Freunden verbracht. Umso besser also, dass wir schon kurz nach den Osterferien ein Wiedersehen in Gütersloh feierten und die Schülerinnen und Schüler die Gastfreundschaft, die sie erfahren hatten, nun selbst gewähren konnten. Zwar konnten wir die französischen Gäste auf keine Weltreise einladen, ihnen wohl aber eine Fahrradtour über Gütersloher Felder und Wiesen zur berühmtesten Eisdiele Marienfelds ermöglichen, wobei weder platte Reifen noch schiefe Lenker uns aufzuhalten wussten (An dieser Stelle geht ein Dank an Herrn Dräger!). Ein gemeinsames Mensaessen und ein Mini-Theater-Workshop bildeten den Auftakt der Woche in Gütersloh. Das gute Wetter blieb der deutsch-französischen Freundschaft auch bei dem darauffolgenden Ausflug in Frau Seeßles Heimatstadt Münster mit dem Besuch des LWL-Museums und einer studentisch-historischen Stadtführung treu, wie auch bei der Besichtigung der Claas-Werke in Harsewinkel und dem Wochenende in den Gastfamilien.

Und viel zu schnell war auch schon der Abreisetag gekommen: Am Sonntagmorgen brach  der Bus mit den 14 Schülerinnen und Schülern, begleitet von Mme Lethellier und                         M. Ziemniak, gen Frankreich auf. Im Gepäck einige westfälische Köstlichkeiten, Erfahrungen einer ereignisreichen Woche im Nachbarland, neue deutsche Wörter und Redewendungen sowie der Wunsch, im nächsten Jahr erneut am Austausch teilzunehmen.

Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen, Eltern und Lehrer, die dieses Jahr wieder mit Zeit, Mühe und Herz zum Fortbestehen unseres Frankreichaustauschs beigetragen haben.

Genech, wir kommen wieder! Und besucht uns recht bald wieder in Gütersloh!

Bis zum nächsten Jahr … mit hoffentlich vielen bekannten Gesichtern!

… à suivre en 2017 !                                                    B. Klinner

Allgemeine Informationen zum Austausch.pdf