Das Fahrtenprogramm am Städtischen Gymnasium

 

LEITLINIEN

Ein wichtiges Ziel unseres Bildungsauftrages als Europaschule ist es, unsere Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, aktiv, dialogbereit, tolerant und offen sowie konstruktiv und sozial kompetent am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Teilnahme an gemeinsamen Fahrten leistet dazu einen großen Beitrag. Im Sinne unseres Leitbildes dienen Fahrten ganz grundsätzlich der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und der Entwicklung zur Eigenständigkeit und eigenverantwortlichem Handeln und haben daher an unserer Schule einen besonderen Stellenwert.

 

Als außerschulische Lernorte fördern Fahrten verschiedene Kompetenzen und verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Klassenfahrten in der Unter-und Mittelstufe haben eine stärker soziale und pädagogische Ausrichtung und stärken im Sinne des sozialen Lernens das Vertrauensverhältnis zwischen den Schülerinnen und Schüler untereinander und den Lehrkräften.
  • Die Auslandsfahrten haben einen interkulturellen Schwerpunkt und fördern die Entwicklung einer von Toleranz geprägten Einstellung gegenüber und das vertiefte Kennenlernen anderer Lebenswelten und Kulturen
  • An Fächer angebundene Fahrten in allen Stufen verfolgen vorrangig fachlich-inhaltliche Schwerpunkte und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern die Anwendung und Vertiefung der im Unterricht und im Lebensraum Schule erworbene Kenntnisse und Kompetenzen

 

Differenziert werden Fahrten am SG des Weiteren im Hinblick auf ihren verpflichtenden bzw. freiwilligen Charakter.

  • Klassen- und Kursfahrten in Stufe 7 (Schullandheimaufenthalt auf Spiekeroog), Stufe 9 (dreitägige Abschlussfahrt) und Wandertage sowie die einwöchige Kursfahrt der Leistungskursschiene in Stufe Q1 sind obligatorisch.
  • Alle anderen Fahrten (Austauschfahrten und zusätzliche Angebote) sind als freiwilliges Angebot zu verstehen. Auf die Teilnahme an einer freiwilligen Fahrt besteht für die Schülerinnen und Schüler kein Anspruch. Bei über das Angebot hinausgehenden Anmeldezahlen greifen Losverfahren (siehe Kriterien zur Teilnahme an Austauschfahrten).

 

Individuelle Auslandsaufenthalte am SG

Ein Auslandsaufenthalt wird aus verschiedenen Gründen ins Auge gefasst. Man möchte eine neue Sprache lernen oder die Kenntnisse einer bereits erlernten Sprache ausbauen, eine andere Kultur kennenlernen oder auch einfach seinen eigenen Horizont erweitern.

Der individuelle Auslandsaufenthalt wird von den SuS eigenständig organisiert und finanziert. Die Schule genehmigt im Normalfall eine Unterbrechung der Schullaufbahn von maximal 12 Monaten. Der günstigste Zeitpunkt ist zu Beginn der E-phase; man kann bei einem 3-6 monatigen Aufenthalt im zweiten Halbjahr in der E-phase weitermachen, bei einem 6-12 monatigen Aufenthalt wird die Schullaufbahn für ein Jahr unterbrochen, d.h. man schiebt praktisch ein Schuljahr dazwischen und macht dann in der E-phase weiter.

Wichtig ist, dass man sich zuerst an die Schule wendet und alle Optionen bespricht, da eine Schullaufbahnunterbrechung immer die Einverständniserklärung des Schulleiters voraussetzt.

Meldet euch bei allen Fragen bezüglich dieses Themas gerne bei Frau Wellmann-Hewett.

 

 

Teilnahme an Fahrten und Wandertagen

Klassen- und Kursfahrten bzw. Wandertage sind Schulveranstaltungen. Gemäß § 43 Abs. 1 des Schulgesetzes sind Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme verpflichtet.

Nur in besonderen Ausnahmefällen ist gemäß § 43 Abs. 3 SchulG eine Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme möglich. Ein entsprechender Antrag ist von den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten frühzeitig einzureichen und schriftlich zu begründen. Bei mehrtägigen Veranstaltungen kann die Befreiung nur erteilt werden, wenn die Erziehungsberechtigten auch nach einem Gespräch über Ziele und Inhalt der Klassenfahrt aus religiösen oder gravierenden erzieherischen Gründen bei ihrem Antrag bleiben. Schülerinnen und Schüler, die von der Teilnahme befreit sind, besuchen den Unterricht einer anderen Klasse oder eines anderen Kurses.

 

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet die Teilnahme an einer Fahrt die Übernahme von Verantwortung sowohl für das inhaltliche Gelingen (die Planung, Durchführung und Nachbereitung der Fahrt) als auch für das soziale Miteinander.

Die Schülerinnen und Schüler sind sich bewusst, dass sie während einer Fahrt die Schule nach außen repräsentieren und verhalten sich entsprechend.

Um die Abläufe des Schulalltages möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind die Schülerinnen und Schüler für das eigenständige und gewissenhafte Nacharbeiten des versäumten Unterrichtsstoffes verantwortlich. Sie müssen darüber hinaus bereit und in der Lage sein, versäumte Klausuren und Klassenarbeiten zeitnah nachzuschreiben.

 

Kriterien zur Teilnahme an Austauschfahrten

Im Falle einer das Angebot übersteigenden Nachfrage nach Teilnahme an unseren Austauschfahrten greifen folgende Richtlinien, damit das Verfahren transparent und die Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden:

Grundsätzlich kann sich jede Schülerin bzw. jeder Schüler einer Klasse bzw. eines Jahrgangs zur Teilnahme anmelden.

Von der Teilnahme können Schüler/innen ausgeschlossen werden, wenn

  • ihre Versetzung gefährdet ist.
  • gegen sie Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen verhängt wurden.
  • ihr Verhalten bei vorhergehenden außerunterrichtlichen Veranstaltungen deutlichen Anlass zur Kritik gab.
  • sie ihren Verpflichtungen im Vorfeld des Austausches nicht nachkommen (z.B. termin- und fristgerechte Anzahlung und Finanzierung, Teilnahme an vorbereitenden Treffen, Abgabe von Steckbriefen, Beantragung von Visa, …).

 

Darüber hinaus gibt es häufig Vorgaben seitens der Austauschschule bzgl. Geschlechtes, Alter und weiterer Besonderheiten. Nach Berücksichtigung der Vorgaben durch die Austauschschule ist der verbleibende Spielraum für die Auswahl häufig äußerst begrenzt. Letztendlich entscheidet das Los. Leider werden auch möglichst transparente Kriterien den Schüler/innen keine Enttäuschung ersparen, wenn sie nicht mitgenommen werden können.

 

Genehmigung von Fahrten und Rolle der Fahrtenleitung

Die planenden bzw. durchführenden Lehrer/innen stellen rechtzeitig vor Beginn der Fahrt bei der Schulleitung einen Antrag auf Genehmigung, aus dem die Finanzierung der Fahrt ersichtlich wird und dem das geplante Programm beigefügt ist.

Die Genehmigung der Schulwanderungen und Schulfahrten als Schulveranstaltung erteilt die Schulleitung. Sie prüft dabei, ob die Veranstaltung dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule gerecht wird und ob der im Fahrtenkonzept von der Schulkonferenz vorgegebene Rahmen beachtet wird.

Die Schulleitung prüft dabei insbesondere auch, ob die Finanzierung der Fahrt gesichert ist bzw. aus dem Etat der Schule für Fahrtkosten erstattet werden kann. Hierbei haben nach den gesetzlichen Vorgaben Fahrten in der Klassengemeinschaft und Kursfahrten eines Jahrgangs Vorrang vor Austauschen und sonstigen Fahrten.

 

Den Fahrtenleiterinnen und -leitern obliegt die didaktische Leitung der jeweiligen Fahrt. Sie stellen sicher, dass die Fahrt mindestens einem der oben genannten Schwerpunkte folgt. Gemeinsam mit der Stundenplanverwaltung bemühen sich darüber hinaus um die Vereinbarkeit der Fahrten mit schulorganisatorischen Abläufen. Die Fahrtenleitungen gewährleisten des Weiteren eine Planung der Fahrt innerhalb der durch die Schulkonferenz festgelegten Kostenobergrenze (siehe tabellarische Übersicht).

 

Runderlass „Schulfahrten“ des Ministeriums

Die Ausführungen des Fahrtenkonzept basieren auf den Vorgaben des Runderlasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 19.03.1997

 

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Erlasse/WRL.pdf