Sprache verbindet

Die Teilnehmer des Workshops am 13.11.2010Das Projekt „Sprache verbindet" wurde in Gütersloh vor knapp einem Jahr ins Leben gerufen, um Kinder aus Zuwandererfamilien beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Während einige Kinder in dem Projekt ihre Ausdrucksfähigkeit im Deutschen perfektionieren sollen, üben andere erste Grundbegriffe. Das Besondere dabei ist, dass die betreuten Kinder, die zwischen 4 und 10 Jahre alt sind, durch ihre Sprach-Scouts (meist OberstufenschülerInnen) in ihren Familien spielerisch gefördert werden. Durch altersgemäße Spiele, Bilder- und Lesebücher geschieht das Lernen fast nebenbei und macht jede Menge Spaß.
Bevor der spielerische Sprachunterricht beginnt, werden die Scouts in einer Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet. Zudem können die Scouts in diesem Jahr bereits auf den Erfahrungen ihrer Vorgänger aufbauen. Daher trafen sich am Samstag, dem 13. November, neue und alte Scouts sowie die Organisatoren des Projekts zu einem Workshop im Städtischen Gymnasium.
Aber auch in der Praxis sind die Scouts nicht auf sich allein gestellt: Die erste Begegnung zwischen Kind und Scout findet sowohl im Beisein der Eltern, als auch einem Paten und gegebenenfalls einem Dolmetscher statt. Der Pate ist in der Regel ein Mitglied des „Rotary Clubs" oder des „Inner Wheel Clubs Gütersloh" und steht der Familie und dem Scout bei allen Fragen oder Problemen zur Verfügung. Des Weiteren tauschen sich der Pate und sein Scout einmal im Monat über den Verlauf der Sprachförderung aus, die meistens zwei Stunden wöchentlich stattfindet. Die Erfahrungen des ersten Jahres sind durchweg positiv: Das Projekt „Sprache verbindet" hilft nicht nur bei der Integration von Kindern aus Zuwandererfamilien in ihrem deutschen Umfeld, sondern bringt auch den Scouts verschiedene Menschen und deren Kulturen näher.