Projektbeschreibung zur Einrichtung einer Tablet-Klasse in Jahrgangsstufe 7 (BYOD)

Vor dem Hintergrund, dass Schülerinnen und Schüler lernen sollen, „selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln“ und „mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzu-gehen“ (SchulG §2) hat das Städtische Gymnasium Gütersloh den Medienkompetenzrahmen NRW[1] ins Medienkonzept aufgenommen. Darüberhinaus ergeben sich durch die voranschreitende Digitalisierung neue Lernwege, die ein hohes Maß an Individualisierung und Kooperation ermöglichen und unmittelbar an die Alltagswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler anknüpfen.

Das Städtische Gymnasium sieht die Digitalisierung daher als großartige Chance zur Weiterentwicklung des Unterrichts. In diesem Zusammenhang wurde in den vergangenen zwei Jahren das Konzept „Bring your own device“ vor allem durch schülereigene Smartphones in der Oberstufe mit großem Erfolg erprobt und nachhaltig im Medienkonzept verankert. Im Schuljahr 2018/19 wird das BYOD-Konzept auf die Mittelstufe übertragen. Zu diesem Zweck wird eine Tablet-Klasse in der Jahrgangsstufe 7 mit 25-30 Schülerinnen und Schülern eingerichtet.

Die Erfahrungen des Projekts sollen als Ausgangspunkt für zukünftige Diskussionen bezüglich der Digitalisierung dienen.

 

 

Projektziele

Im Schuljahr 2018/19 wird eine siebte Klasse in der Mehrzahl der Unterrichtsfächer mit einem schülereigenen 10 Zoll Tablet unterrichtet. Die dadurch gewonnen Erfahrungen werden systematisch evaluiert und dienen im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2018/19 als Grundlage, um die zukünftigen Maßnahmen zur Digitalisierung zu diskutieren.

Das Tablet soll pro Unterrichtsfach zu ca. 30 % der Zeit eingesetzt werden. Das Tablet wird als Werkzeug eingesetzt, das heißt, die Schülerinnen und Schüler sollen das Tablet sinnvoll und produktiv einsetzen und den kritischen Umgang mit digitalen Medien erlernen. Das Tablet ersetzt weder die Lehrkraft noch soll es als Art Sozialform oder Unterrichtsinhalt angesehen werden.

 

 

Rahmenbedingungen und eingesetzte Software

  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen WLAN-Zugang.
  • Die Projektion der Bildschirme erfolgt über das Programm AirServer oder einen Dongle, der sowohl Android und Apple unterstützt (z.B. von AirServer erhältlich).
  • Als Lernplattform wird Moodle eingesetzt. Darüberhinaus wird die Kommunikation von BYOD-Geräten mit den Netzlaufwerken weiter erprobt.
  • Die Fachkolleginnen und Fachkollegen machen Vorschläge für konkrete Apps und digitalen Materialen. Die Nutzung von Open Educational Ressources (z.B. geogebra, mbook, Leifi-App, Quizlet, Material zu den Schulbüchern) wird unterstützt.
  • Es wird eine Kooperation mit dem Klett-Verlag angestrebt, um ebooks im Fach Englisch und Erdkunde systematisch zu erproben.

Evaluation

Das Projekt wird mehrfach evaluiert. Die Ergebnisse werden jeweils dem Kollegium zur Verfügung gestellt.

  • In regelmäßigen Teamsitzungen berichten die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen über Erfahrungen.
  • Auf freiwilliger Basis bieten einzelne Kolleginnen und Kollegen Unterrichtshospitationen an.
  • Die Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler wird evaluiert.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden direkt zu dem Projekt befragt (z.B. durch edkimo).

Ausblick

Perspektivisch ergeben sich folgende potentielle Szenarien als Folge des Projekts:

  • Das Tablet-Projekt wird nach einem Jahr eingestellt. Das SG entscheidet sich gegen den Einsatz von Tablets.
  • Die Tablet-Klasse wird nicht als dauerhaftes Projekt etabliert. Die Erfahrungen der Tabletklasse fließen jedoch in die Anschaffung von ausleihbaren Tablet-Sätzen ein.
  • Das Städtische Gymnasium erkennt Potenziale von BYOD-Tablets und überträgt das Konzept auf weitere Lerngruppen oder Jahrgangsstufen.
  • Das Städtische Gymnasium erarbeitet in Kooperation mit dem Schulträger ein Konzept zur 1:1 Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit Tablets.

[1] http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienpass-NRW/Allgemeines/LVR_ZMB_MKR_Broschuere_Final.pdf