Schulinternes Curriculum für das Fach Latein (ab Klasse 6) auf der Basis des Kernlehrplans (G8) – Stand: 06/10

Stoff: Lektionen 15-26 des Lehrbuchs Cursus

Kompetenzen am Ende der Klasse 7:

I. Sprachkompetenz

Wortschatz Wortbedeutung Formenlehre

Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen einen Wortschatz im Umfang von ca. 750 Wörtern mit ihren grammatischen Eigenschaften.

Die Schülerinnen und Schüler

  • können durch Wortbildungsgesetze auf die Bedeutung neuer lateinischer Wörter Rückschlüsse ziehen.
  • verfügen zunehmend über eine differenzierte Ausdrucksfähigkeit und einen erweiterten Wortschatz im Deutschen.

Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen die Vergangenheitstempora, Verwendung und Wiedergabe des Passivs, Verwendung des Futurs (auch von esse und Komposita; von posse, velle, nolle, ire und Komposita).
  • beherrschen alle Formen der e-Deklination bei Substantiven und der kons./gemischten Deklination bei Adjektiven.
  • beherrschen alle Formen
    – der Personal-/Possessivpronomen (auch reflexiv)
    – des Interrogativpronomens
    – der Demonstrativpronomen
    –> is, ea, id (als Personalpronomen und Demonstrativpronomen)
    –> hic, haec, hoc
    – des Relativpronomens.
  • kennen die Adverbbildung.
Syntax Sprachtransfer

Die Schülerinnen und Schüler

  • können satzwertige Konstruktionen (AcI; PC) erkennen, beschreiben und kontextbezogen übersetzen.
  • können zunehmend Art und Funktion von Gliedsätzen bestimmen.
  • können den lateinischen Kasusgebrauch (Dativ des Besitzers, Genitiv und Ablativ der Beschaffenheit, Genitiv zur Angabe des Subjekts und Objekts) bei der Übersetzung ins Deutsche adäquat wiedergeben.
  • können die vorkommenden sprachlichen Phänomene fachsprachlich korrekt benennen (Fachterminologie: Zeitverhältnis: Gleichzeitigkeit und Vorzeitigkeit; Relativsatz; Relativischer Satzanschluss; Partizip als Attribut oder als Adverbiale).

Die Schülerinnen und Schüler

  • können Fremdwörter, englische, französische, italienische Wörter mit lateinischem Ursprung erschließen.

II. Textkompetenz

Vorerschließung De-/Rekodierung Textvortrag

Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen zunehmend Techniken der Vorerschließung wie Personenkonstellation, Tempusprofil…

Die Schülerinnen und Schüler

  • können bei der Dekodierung von dem erarbeiteten Sinnvorentwurf ausgehen.
  • beherrschen zunehmend Techniken des Übersetzens: „klassisches" Konstruieren, Übersetzen Wort für Wort, 3-Schritt-Methode.
  • können die behandelten Texte zunehmend selbstständig unter Beachtung ihres Sinngehaltes in sprachlich und sachlich angemessener Weise ins Deutsche übersetzen.
  • erweitern ihre Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit im Deutschen.

Die Schülerinnen und Schüler

  • lesen lateinische Texte mit korrekter Aussprache und Betonung; lassen durch das Einlegen von Pausen eine Sinngliederung des Textes erkennen.

III. Methodenkompetenz

Wortschatzarbeit Grammatiklernen Texte und Medien

Die Schülerinnen und Schüler

  • führen ein Vokabelheft oder legen eine Vokabeldatei an.
  • nutzen verschiedene Methoden des Wortschatzlernens: Wortfamilien, Mind-map, Fremd- und Lehnwörter, Fremdsprachen, Redewendungen.
  • nutzen Ableitungsmöglichkeiten zur Erschließung neuer Vokabeln.
  • bilden kleine Sätze.

Die Schülerinnen und Schüler

  • führen eine Grammatikmappe.
  • lernen Deklinations- und Konjugationstabellen auswendig.
  • markieren bedeutungstragende Morpheme farbig.
  • bestimmen Formen.
  • vertiefen ihre Kenntnisse durch vielfältige Übungen, z. B. durch
    – Zuordnungsübungen
    – Umformungsübungen
    – Ergänzungsübungen
    – Unterscheidungsübungen.
  • erstellen Lernkarten.

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über verschiedene Methoden zur Texterschließung: Wortblockmethode, analytische Methode, transphrastische Methode…
  • können visualisierte Textdarstellungen als Strukturhilfen für längere Satzstrukturen nutzen und unter Anleitung selbst erstellen.
Kultur und Geschichte

Die Schülerinnen und Schüler

  • können zu den angesprochenen Sagenkreisen, der römischen Geschichte usw. weiteres Material aus (Sagen)büchern, Internetrecherche, Lexika usw. sammeln und präsentieren.
  • können die didaktisiereten Texte des Lehrbuchs ansatzweise mit dem Originaltext in Übersetzung bzw. einer Verfilmung vergleichen.
  • kennen einzelne Methoden, um Texte und Gegenstände aus Antike und Gegenwart vergleichend in Beziehung zu setzen.

IV. Kulturkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erweitern ihre Kenntnisse auf kulturellen und historischen Gebieten der römischen Antike (Religion, Leben römischer Frauen, Speisen der Römer, Kaiser Trajan und seine Bauten, Römer in Deutschland) und entwickeln eine eigene, begründete Haltung dazu.
  • sie lernen den griechischen und römischen Sagenkreis (Kampf um Troja, Irrfahrten des Odysseus, Dido und Aeneas, Romulus und Remus) und zentrale Daten der römischen Geschichte (Tarquinius Superbus, die kapitolinischen Gänse) kennen.
  • sie versetzen sich in die damaligen Lebensumstände hinein und versuchen sie mit ihrer eigenen und fremden Kulturen zu vergleichen und dadurch ein tieferes Verständnis für kulturelle Entwicklungen zu gewinnen.
  • sie können einige sprichwörtliche Redensarten herleiten und erklären (z. B. Danaergeschenk, Kassandraruf).

15534_schulinternes_curriculum_fuer_das_fach_latein_fuer_7.pdf