Curriculum Stufe 8

Schulinternes Curriculum für das Fach Latein (ab Klasse 6) auf der Basis des Kernlehrplans (G8) – Stand: 11/10

Stoff: Lektionen 27-38 des Lehrbuchs Cursus (dabei kann L 37 zum Selbstlernen dienen)

Kompetenzen am Ende der Klasse 8:

I. Sprachkompetenz

Wortschatz Wortbedeutung Formenlehre
Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen einen Wortschatz im Umfang von ca. 950 Wörtern mit ihren grammatischen Eigenschaften.
Die Schülerinnen und Schüler

  • können durch Wortbildungsgesetze auf die Bedeutung neuer lateinischer Wörter Rückschlüsse ziehen.
  • verfügen zunehmend über eine differenzierte Ausdrucksfähigkeit und einen erweiterten Wortschatz im Deutschen.
Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen die Formen des Konjunktivs aller Tempora im Aktiv und Passiv (auch von ferre und Komposita und anderen unregelmäßigen Verben).
  • beherrschen alle Formen der u-Deklination bei Substantiven und der Misch-Deklination beim Partizip Präsens Aktiv.
  • beherrschen alle Formen des adjektivischen Interrogativpronomens der Demonstrativpronomen
    – ille, illa, illud
    -ipse, ipsa, ipsum.
  • kennen die Steigerung der Adjektive und der Adverbien.
  • beherrschen das Konjugationsschema für Deponentien der ā-, ē-, ī-Konjugation.
Syntax Sprachtransfer
Die Schülerinnen und Schüler

  • können flektierte Formen, auch in schwieriger zu erkennenden Fällen (z. B. Partizipien, gesteigerte Adjektive) auf ihre lexikalische Grundform zurückführen.
  • können Partizipialkonstruktionen (PC, Abl. abs.) erkennen, beschreiben und kontextbezogen unter Berücksichtigung des Zeitverhältnisses übersetzen.
  • können konjunktivische Gliedsätze erkennen, in ihrer Sinnrichtung und Funktion unterscheiden (abhängiger Begehrsatz, Finalsatz, Konsekutivsatz, indirekter Fragesatz, Irreales der Gegenwart/Vergangenheit).
  • können die lateinischen Modi, insbesondere häufig vorkommende Konjunktive, in ihrer Funktion bestimmen und im Deutschen kontextgerecht wiedergeben.
Die Schülerinnen und Schüler

  • können Fremdwörter, englische, französische, italienische Wörter mit lateinischem Ursprung erschließen.

II. Textkompetenz

Vorerschließung De-/Rekodierung Interpretation
Die Schülerinnen und Schüler

  • beherrschen zunehmend Techniken der Vorerschließung wie Personenkonstellation, Sach- und Bedeutungsfelder, Tempusprofil…
Die Schülerinnen und Schüler

  • können bei der Dekodierung von dem erarbeiteten Sinnvorentwurf ausgehen.
  • können beim Lesevortrag die Morpheme weitgehend sicher identifizieren, die wesentlichen Wortblöcke im Text markieren und die Ergebnisse für die Texterschließung nutzen.
  • beherrschen zunehmend Techniken des Übersetzens: „klassisches“ Konstruieren, Übersetzen Wort für Wort, 3-Schritt-Methode.
  • können die behandelten Texte zunehmend selbstständig unter Beachtung ihres Sinngehaltes in sprachlich und sachlich angemessener Weise ins Deutsche übersetzen.
  • erweitern ihre Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit im Deutschen.
Die Schülerinnen und Schüler

  • können die Thematik und den Inhalt der Texte mit eigenen Worten wiedergeben.
  • können zentrale Begriffe oder Wendungen im lateinischen Text herausarbeiten.
  • können Texte in sachliche und historische Zusammenhänge einordnen.
  • weisen auffällige sprachlich-stilistische Mittel nach und klären ihre Wirkung im Kontext.

III. Methodenkompetenz

Wortschatzarbeit Grammatiklernen Texte und Medien
Die Schülerinnen und Schüler

  • führen ein Vokabelheft oder legen eine Vokabeldatei an.
  • nutzen verschiedene Methoden des Wortschatzlernens: Wortfamilien, Mind-map, Fremd- und Lehnwörter, Fremdsprachen, Redewendungen.
  • nutzen Ableitungsmöglichkeiten zur Erschließung neuer Vokabeln.
  • bilden kleine Sätze.
Die Schülerinnen und Schüler

  • führen eine Grammatikmappe.
  • lernen Deklinations- und Konjugationstabellen auswendig.
  • markieren bedeutungstragende Morpheme farbig.
  • bestimmen Formen.
  • vertiefen ihre Kenntnisse durch vielfältige Übungen, z. B. durch
    – Zuordnungsübungen
    – Umformungsübungen
    – Ergänzungsübungen
    – Unterscheidungsübungen.
  • erstellen Lernkarten.
Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über verschiedene Methoden zur Texterschließung: Wortblockmethode, analytische Methode, transphrastische Methode…
  • können visualisierte Textdarstellungen als Strukturhilfen für längere Satzstrukturen nutzen und unter Anleitung selbst erstellen.
Kultur und Geschichte
Die Schülerinnen und Schüler

  • können zu der römischen/griechischen Geschichte weiteres Material aus Büchern, Lexika, durch Internetrecherche usw. sammeln und in einem PP-Vortrag präsentieren.
  • können die didaktisierten Texte des Lehrbuchs ansatzweise mit dem Originaltext in Übersetzung bzw. einer Verfilmung vergleichen.
  • kennen einzelne Methoden, um Texte und Gegenstände aus Antike und Gegenwart vergleichend in Beziehung zu setzen.

IV. Kulturkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen wichtige Ereignisse in der römischen Geschichte kennen (Hannibal, Catilina, Varusschlacht, Brand von Rom)
  • lernen wichtige Ereignisse und Personen der griechischen Geschichte kennen (Themistokles, Alexander, Alkibiades, Dionysius)
  • lernen die Entwicklung Roms vom Königtum zur Republik bis zum Prinzipat kennen (Punische Kriege, Gracchen, Ciceros Wirken für die Politik, Caesars Vorstellungen vom Staat, Augustus und das Prinzipat)
  • sie versetzen sich in die damaligen Lebensumstände hinein und versuchen sie mit ihrer eigenen und fremden Kulturen zu vergleichen und dadurch ein tieferes Verständnis für kulturelle Entwicklungen zu gewinnen.
  • sie können einige sprichwörtliche Redensarten herleiten und erklären (z. B. Pyrrhus-Sieg, Damoklesschwert )

15535_schulinternes_curriculum_fuer_das_fach_latein_fuer_8.pdf