Aufführung des Literaturkurses 12

Erben - Komödie 1Ein souveränes Ensemble, kreative Typen auf der Bühne, eine abgedrehte Handlung – die Komödie „Leben sie noch oder Erben sie schon" , die der Theaterkurs der Stufe 12 am Städtischen Gymnasium am Mittwoch präsentierte, bot alles für einen kurzweiligen Theaterabend. Großen Anteil an der gelungenen Premierenvorstellung hatten die Hauptdarsteller Horst von Meier, gespielt von Gereon Stahl, und Larissa Tiesbohnenkamp als seine junge Verlobte Chantal. Während diese von dem einen Teil der Verwandtschaft als Hindernis zum Erbe gesehen wird, vom anderen Teil umworben wird und so immer im Mittelpunkt steht, gelingt es Gereon Stahl, den betagten Lord, der drehbuchgemäß am Rand des Trubels steht, immer wieder in Szene zu setzen.
Erstes Opfer der Intrigen der Verwandten wird der verrückte „Magier" Hans Müller, gespielt von Lars Rouven Penke. Doch die Verlobte bleibt weiterhin ein Hindernis, welches nicht leicht aus dem Weg geräumt werden konnte. Noch komplizierter wird es, als das verlobte Paar entscheidet nach Haiti zu ziehen um dort ein friedliches und zufriedenes Leben zu führen: Dann aber nimmt die Story eine überraschende Wendung. Zwar erhält jeder das, was er sich wünscht, jedoch ist dies für alle auch mit zumindest finanziellem Aufwand verbunden, so dass sich manch einer sehr aufregt. Die unscheinbare Sybylle Sturm(Chiara Morfeo), welche alle Ereignisse eifrig in ihrem Tagebuch, welches sie Hugo benannt, niederschreibt, erhielt nichts, da der Lord sie vergaß. Dennoch ist sie die momentan Glücklichste dank der ersten Liebe ihres Lebens, dem Polizisten Hugo Taschenbuch (Hendrik Drewel) fand. Das Stück begeisterte mit gelungener Besetzung und dem richtigem Gespür von Humor, so dass sich das Premierenpublikum bei vielen Szenen mit lautem Applaus bedankt.
Einen Extraapplaus gab es am Schluss für den Vater der Aufführung, Literatur-Kurslehrer Harald Rehberg, der ein Jahr lang die Schüler über viele Frustphasen hinweg motiviert hat, an sich selbst zu arbeiten, und die sprachlichen und darstellerischen Fähigkeiten jedes Ensemblemitgliedes ausgeformt hat.